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Die Beiräte und Vertreter der neu gebildeten Milcherzeugergemeinschaft (MEG) Fridolfing und Kirchanschöring mit dem Vorsitzenden der MEG Alpenmilch EG Chiemgau-Rupertiwinkel, Paul Obermeier (Zweiter von links), und dem scheidenden Beirat Sepp Hubert (Zweiter von rechts): Christian Hubert (von links), Andreas Albanbauer, Fritz Schuller und Josef Holzner. (Foto: Albrecht)

Kirchanschöring – Die Milcherzeugergemeinschaften (MEG) Fridolfing und Kirchanschöring haben sich bei einer Versammlung im Gasthaus Rothlerwirt in Roth zusammengeschlossen.


Gleichzeitig wählten die Mitglieder einen neuen Beirat sowie Vertreter, die die neue Gemeinschaft bei Versammlungen der MEG Alpenmilch EG Chiemgau-Rupertiwinkel vertreten werden. Sepp Hubert, der bisherige Beirat für Kirchanschöring, begründete den Zusammenschluss mit der sinkenden Zahl der Milchbauern.

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Hubert blickte auch auf das vergangene Jahr zurück. Es hätte durch bessere Milchpreise etwas Erleichterung für die Milchbauern gebracht. Hubert sagte, dass aktuell die zu große Einlagerung von Trockenmilch eine Gefahr für die Zukunft darstelle. Schon deshalb müssten sich die Bauern zusammentun, an einem Strang ziehen und auf die Politik einwirken.

Bauern sollten zudem darauf achten, regional zu handeln und die Region zu stärken. »Nicht umsonst sind wir eine Ökomodellregion«, sagte Hubert. Achten müsse man auch darauf, durch verminderte Gülleausbringung die Nitratwerte der lokalen Seen zu reduzieren. Zu beachten seien zudem die naturzerstörenden Effekte von Glyphosat und ähnlichen Chemikalien. Hubert zeigte sich aber zuversichtlich, alle Probleme seien in den Griff zu kriegen, wenn die Bauern geschlossen auftreten und zusammenhalten würden.

Bei der ersten Abstimmungen wurde einstimmig für den Zusammenschluss der MEG's von Fridolfing und Kirchanschöring gestimmt. Bei den folgenden Abstimmungen wählten die Mitglieder Friedrich Schuller zum Beirat und Andreas Albanbauer, Josef Holzner und Christian Hubert zu Vertretern. Sepp Hubert war nicht mehr zur Wahl angetreten.

Der Vorsitzende der MEG Alpenmilch EG Chiemgau-Rupertiwinkel, Paul Obermeier, fungierte als Wahlleiter. Er kündigte an, bei der im April stattfindenden Wahl des Vorsitzenden nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Außerdem sprach Obermeier über die Schwierigkeiten bei den Verhandlungen mit den Molkereien. Er befürchtete auch, dass die gegenwärtige, einigermaßen gute Situation bei den Milchpreisen nicht von langer Dauer sein werde. Die Indikatoren auf dem Milchmarkt würden bereits auf einen Abschwung hindeuten. al