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Aus »Kreisstraße 11« wird »Am Hang 11«

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Traunreut. Der Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung die in den Ausschüssen vorberatend gefassten Beschlüsse abgesegnet. Nach dem Willen des Gesamtgremiums soll das Anwesen »Kreisstraße 11« in Traunwalchen die neue Adresse »Am Hang 11« bekommen.


Wie berichtet, hatte sich durch den Rückbau des nordwestlichen Kreisstraßen-Teilstücks im Zuge der neuen Traunreuter Ostspange ein Planungsfehler eingeschlichen, der einem 90-jährigen Bewohner des Mehrfamilienhauses fast das Leben gekostet hätte. Durch die Schließung eines Teilstücks der Kreisstraße war das Mehrfamilienhaus für Ortsunkundige und für den Rettungswagen, der nach einem Herzinfarkt des 90-jährigen Mannes mehrmals im Wohngebiet herum kreiste, praktisch nicht mehr zu finden. Glücklicherweise kamen die Rettungssanitäter aber noch rechtzeitig und brachten den Mann in die Klinik nach Traunstein.

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Offenbar hatte niemand daran gedacht, die nur weiträumig möglichen Zufahrten über die Lindenstraße oder die Straße »Am Hang« zu dem Anwesen Kreisstraße 11 auszuschildern. Die Stadt hatte daraufhin umgehend reagiert und eine entsprechende Beschilderung anbringen lassen. Um die Erreichbarkeit der Einsatzkräfte und Zustelldienste künftig zu gewährleisten, hat die Verwaltung vorgeschlagen, für das alte Teilstück der Kreisstraße 11 die Bezeichnung »Am Hang« fortzuführen. Die Zufahrten sind über die Lindenstraße und die Straße »Am Hang« möglich.

Weiter wurde mitgeteilt, dass es nach der Erschließung des gegenüberliegenden Wohnbaugebiets »Frauenbrunn II« wieder einen Anschluss des Teilstücks der alten Kreisstraße an die neue Trasse über zwei Stiche geben werde. Bei den Hausbewohnern hat die Adressänderung jedoch massive Kritik hervorgerufen. Die Wohnungseigentümer kritisierten den Zeitpunkt der Sperrung des Kreisstraßenteilstücks vor der Fertigstellung der Wohnbauerschließung und den dadurch bedingten Umweg sowie die Verlagerung des Verkehrs auf die Lindenstraße, »Am Hang« und Schulstraße.

Ebenfalls umbenannt werden soll die Straße »Am Hart« im Bereich der Dresdner Straße in Traunreut. Der Bereich soll künftig die Bezeichnung »Zwischen Dresdner Straße und Königsberger Straße« führen.

Laut einstimmigen Beschluss wurde Bürgermeister Franz Parzinger ermächtigt, nach Abschluss der Prüfung und Bewertung der Angebote für die Spenglerarbeiten der neuen Kinderkrippe in der Brandenburger Straße, das wirtschaftlichste der zehn eingegangenen Angebote zu vergeben. Über die Auftragsvergabe soll der Bauausschuss in seiner nächsten Sitzung informiert werden.

Bekannt gegeben wurden auch eine Reihe von Beschlüssen im Zusammenhang mit der Ausschreibung der Stromlieferverträge, die in einer nichtöffentlichen Sitzung gefasst wurden: Nach dem Willen des Stadtrats soll Bürgermeister Franz Parzinger mit der KUBUS Kommunalberatung und der Service GmbH den vorgelegten Dienstleistungsvertrag über die Vorbereitung und Durchführung einer Bündelausschreibung für die Lieferung von elektrischer Energie über ein webbasiertes Beschaffungsportal abschließen.

Desweiteren soll die Stadt die Aufgabe der Ausschreibung von Lieferleistungen für elektrische Energie für die Lieferjahre 2014 bis 2016, die alle verfahrensleitenden Entscheidungen umfasst, auf den Bayerischen Gemeindetag als ausschreibende Stelle übertragen. Beschlossen wurde auch, die Abnahmen der Stromlieferanten in Losen auszuschreiben und im Rahmen der Bündelausschreibung »Normalstrom« (Ökostrom je nach Stromlieferant unterschiedlich) zu beschaffen. ga