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Grassauer Gemeinderat stimmte Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Rognonas zu

Aus Freundschaft wird Partnerschaft

Grassau – Die Freundschaft zur südfranzösischen Gemeinde Rognonas besteht bereits seit über 40 Jahren. Nach einstimmigen Beschluss des Grassauer Marktgemeinderats wird nun aus dieser Freundschaft die lang ersehnte Partnerschaft.

Foto: Symbolbild, pixabay

Das hatte der Freundschaftsverein Grassau-Rognonas beantragt.

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Die Freundschaft wurde vor mehr als 40 Jahren vom damaligen Bürgermeister Konrad Strehhuber in die Wege geleitet, informierte Michael Strehhuber, Sohn von Konrad Strehhuber und Vorsitzender des Freundschaftsvereins Grassau-Rognonas. In den 70er Jahren habe der Gemeinderat schon einmal über dieser Partnerschaft abgestimmt. Allerdings sei dies auf französischer Seite nicht weiterverfolgt worden. Die privaten Beziehungen seien aber über all die Jahre hinweg geblieben.

Folkloregruppe beteiligte sich am Gaufest

Nach dem 70. Geburtstag seines Vaters vor fast acht Jahren haben sich die Beziehungen wieder intensiviert. Die Folkloregruppe aus Rognonas beteiligte sich am großen Gaufest 2010 in Grassau. Seither gab es viele gegenseitige Besuche. Zudem gründete sich 2013 der Freundschaftsverein Grassau-Rognonas. Zweiter Vorstand Godehard Nowak informierte, dass die 4200 Seelen große Gemeinde Rognonas sehr an einer Partnerschaft interessiert sei.

Bürgermeister Rudi Jantke erinnerte, dass bereits am 10. März 1977, also genau vor 40 Jahren, über die Partnerschaft im Marktgemeinderat abgestimmt wurde, diese damals aber mit neun zu elf Stimmen abgelehnt worden ist. Trotzdem konnte die Freundschaft zu Rognonas aufrechterhalten werden. Im April 2013 hat sich der Gemeinderat erneut mit dem Thema beschäftigt und damals entschieden, zunächst zu warten, ob sich die Beziehungen in drei Jahren vertiefen und die Kontakte auf breitere Basis gestellt werden können. Nach dieser Zeit sollte erneut über eine Partnerschaft entschieden werden. Sehr viele Begegnungen habe es seither gegeben – und das trotz der großen Entfernung von über 1000 Kilometern und der Sprachbarriere.

Strehhuber erinnerte an die gegenseitigen jährlichen Besuche zu den Weihnachtsmärkten. Austausch gab es bereits zwischen dem Trachtenverein und der Folkloregruppe sowie Jugendmannschaften und Fußballvereinen. Gegenseitige Besuche von Bürgermeistern und Gemeinderatsmitgliedern erfolgten zur Einweihung der neuen Musikschule in Rognonas sowie beim Markterhebungsfest in Grassau. In den Osterferien werden die jungen Grassauer Fußballer nach Rognonas reisen und sich dort mit der Fußballjugend austauschen. Im Mai wird eine 50-köpfige Chorgemeinschaft aus Rognonas kommen und unter anderem ein Doppelkonzert mit dem Achentalchor gestalten.

Partnerschaft soll feierlich besiegelt werden

Gerade in Zeiten einer kriselnden EU sei die Partnerschaft ein gutes Zeichen, betonte Dr. August Trimpl (CSU). Dem schloss sich auch Olaf Gruß (SPD) an. Im einstimmigen Beschluss wurde zudem betont, dass diese Partnerschaft nach Zustimmung in Rognonas dann feierlich besiegelt werden soll. tb