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Aus dem Blaserwirt wird ein Zehn-Parteien-Wohnhaus

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Geht es nach dem Bauwerber, wird der Stillstand beim Blaserwirt im Reit im Winkler Ortsteil Entfelden also im kommenden Frühjahr sein Ende finden: Dann wird ein alteingesessenes Wirtshaus einem Zehnparteien-Wohnhaus weichen. (Foto: Ostermaier)

Reit im Winkl. Schon im vergangenen Herbst hatte sich angedeutet, dass der »Blaserwirt«, ein stattliches, wuchtiges Wirtshaus in Entfelden unmittelbar an der Bundesstraße, abgerissen und neu gebaut werden könnte. Damals hatte sich der Bauausschuss mit einer Bauvoranfrage zu befassen, einstimmig votierten die Gemeinderäte zugunsten der Bauabsicht. Nun wird das Vorhaben offenbar konkret: In einem weiteren Bauantrag erteilte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung nun sein Einvernehmen, lediglich in kleineren Detailfragen wurden Änderungen beschlossen. Dem Vernehmen nach soll bereits im Frühjahr mit dem Abriss des Blaserwirts begonnen werden, der Jahrhunderte lang an diesem Platz beheimatet war.


Stattdessen soll jetzt ein Wohn- und Geschäftshaus erbaut werden mit zehn Wohnungen auf drei Geschoßen samt Tiefgarage. Entgegen der ursprünglichen Planung soll es etwas niedriger werden, statt über neun Metern wurden als Wandhöhe nun 8,81 Meter fixiert. Im Vergleich zum jetzigen Komplex wird das neue Gebäude mit Außenmaßen von 11,24 Metern Breite und 37,14 Metern Länge etwas schlanker, dafür aber etwas länger und mit einer Grundfläche von etwa 418 Quadratmetern insgesamt auch kleiner. An der Seite zur Bundesstraße hin soll auf 23 Metern Länge ein Vorbau entstehen, der im Bereich des Erdgeschoßes in Form von Arkaden ausgeführt wird. Darüber sind Balkonflächen vorgesehen. Während im Dachgeschoß vier Wohnungen geplant sind, sind es im Obergeschoß und im Parterre je drei Wohnungen. Laut Antrag soll im Erdgeschoß auch ein Laden entstehen. Die Zufahrt zur Tiefgarage ist für die Ostseite vorgesehen. Darüber hinaus waren für das Großprojekt 18 Stellplätze nachzuweisen, die teils in ihrer Lage etwas verschoben werden mussten. Ferner plant die Bauwerberin und Antragstellerin, die Wohnbau Hausham GmbH, auch einen Spielplatz. Großer Wert wurde weiters darauf gelegt, dass der Bürgersteig zur Bundesstraße hin mindestens zwei Meter breit sein müsse.

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Grundsätzlich herrschte in der Sitzung aber einhellige Unterstützung für dieses Bauvorhaben, nachdem der Blaserwirt derzeit meist leer steht, die Versuche mehrerer Betreiber, die traditionsreiche Gaststätte weiterhin als Restaurant zu nutzen, waren nur von kurzer Dauer. »Es ist natürlich für Reit im Winkl kein Bild, wenn am Ortseingang ein so großes Bauwerk leer steht und nach und nach zur Ruine verkommt«, wie dies Bürgermeister Josef Heigenhauser beschrieb. Dieser Auffassung waren offenbar auch die Gemeinderäte, ohne Gegenstimme votierten sie am Ende einer kurzen Aussprache zugunsten des umfangreichen Bauantrags. ost