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Aujeszky-Krankheit bei einem Wildschwein im Kreis Traunstein

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Bei etwa zehn Prozent der in Bayern untersuchten Wildschweine sind laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit Antikörper gegen das Aujeszky-Virus nachweisbar. So auch bei einem jetzt im Landkreis Traunstein erlegten Wildschwein. Foto: dpa

Bei einem im Landkreis Traunstein erlegten Wildschwein wurden vom Veterinäramt Traunstein Antikörper gegen das Aujeszky-Virus festgestellt.


Die Aujeszkysche Krankheit ist für Menschen ungefährlich. Für Hausschweine, Hunde und Katzen ist sie jedoch ansteckend. Das Veterinäramt Traunstein rät deshalb zu einigen Vorsichtsmaßnahmen.

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Das Aujeszky-Virus kann durch Kontakt mit infizierten Wildschweinen, Lebensmitteln von diesen Wildschweinen oder mit kontaminierten Gegenständen in Hausschweinebestände gelangen. Dies kann zu erhöhter Sterblichkeit bei Ferkeln bzw. einer erhöhten Aborthäufigkeit bei Sauen führen. Schweinehalter, die auch Jäger sind, müssen deshalb die Hygienevorschriften strikt beachten und vor Betreten der Stallungen Kleidung und Schuhe wechseln.

Auch für Hunde und Katzen stellen die infizierten Wildschweine eine mögliche Gefahr dar. Bei ihnen ruft das Aujeszky-Virus einen unstillbaren Juckreiz hervor und endet immer tödlich. Eine Impfung dagegen gibt es nicht. Besonders mit Blick auf Jagdhunde gilt es deshalb, den Kontakt mit Wildschweinen zu vermeiden und auf die Verfütterung von rohem Fleisch und rohen Innereien von Wildschweinen zu verzichten.

In Gebieten mit Schwarzwildvorkommen (nördlicher Landkreis Traunstein und südlich der Hirschauer Bucht/Tiroler Achen) sollten Hunde an der Leine geführt werden, um direkten Kontakt mit Wildschweinen zu vermeiden.

Nach Angaben des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit ist dieses Herpesvirus etwa bei zehn Prozent der in Bayern untersuchten Wildschweinproben nachweisbar. fb