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Aufstockung der Grundschule Nord ist vom Tisch

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Traunreut – Der Traunreuter Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung bei einer Gegenstimme die Empfehlung des Bauausschusses mitgetragen, eine Aufstockung der Grundschule Nord nicht weiter zu verfolgen. Das Schulgebäude soll neu gebaut werden.


Wie berichtet, hatte eine vom Stadtrat geforderte Untersuchung ergeben, dass eine Aufstockung des Gebäudes nicht sinnvoll ist. Das Gebäude ist bereits in Teilbereichen in Rahmenbauweise (massive Stahlbeton-Rahmen, Stützen, Unterzüge) aufgestockt worden. Berechnungen eines Ingenieurbüros haben ergeben, dass dieser Rahmen die Last eines weiteren Stockwerks nicht ohne zusätzliche bauliche Maßnahmen tragen könnte. Auch das Fundament müsste unterstützt werden. Deshalb erscheint nach Ansicht des Ingenieurbüros aus statischer und planerischer Sicht eine zusätzliche Aufstockung nicht sinnvoll.

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Auch in Sachen Brandschutz müsste an dem rund 30 Jahre alten Schulgebäude einiges verändert werden. Die Kosten dafür werden laut Verwaltung auf über eine Million Euro geschätzt. Seit über vier Jahren seien die Brandschutzmaßnahmen der Grundschule Nord nur geduldet, da von einem Neubau ausgegangen worden war. Diese Duldung sei aber zwischenzeitlich abgelaufen. Eine brandschutzrechtliche Umrüstung könnte nach Auffassung der Verwaltung nur vermieden werden, wenn das Verfahren für einen Neubau oder eine Generalsanierung fortgeführt werde und umgehend eine Planung erfolge.

Deshalb wurde die Verwaltung vom Stadtrat beauftragt, das Zuwendungsverfahren einzuleiten und die Kosten zu ermitteln. Im Januar dieses Jahres hatte sich der Stadtrat darauf verständigt, für das Bauvorhaben im laufenden Haushalt 100 000 Euro einzustellen und für 2017 eine Million Euro zu veranschlagen. Weitere neun Millionen Euro sollen auf die Haushaltsjahre 2018 und 2019 verteilt werden.

Neuer »Kita-Verbund Traun-Alz« gegründet

Das Gremium wurde auch über die Gründung eines »Katholischen Kita-Verbundes Traun-Alz« informiert. Dem neuen Kindertagesstätten-Verbund gehören sieben katholische Kindertagesstätten im Gebiet der Pfarrverbände Traunreut, Trostberg sowie der Pfarrei Baumburg an. In Vertretung der Kirchenstiftungen »Zum Heiligsten Erlöser« Traunreut und »Mariä Geburt« Traunwalchen teilte der Traunreuter Stadtpfarrer Thomas Tauchert mit, dass die Katholische Kirchenstiftung Sankt Andreas in Trostberg ab 1. September dieses Jahres die Verwaltung und die förderrechtliche Abwicklung der Kindertagesstätten übernehmen werde. Das Büro werde in der Schwarzau in Trostberg eingerichtet.

Wie bisher werde jede Tagesstätte mit einem eigenen Haushalt und einer eigenen Jahresrechnung erfasst. An den getroffenen Vereinbarungen zwischen den bisherigen Trägern und der Stadt Traunreut änderte sich nichts. Der Stadtrat erklärte sich damit einverstanden und fasste in einem Beschluss zusammen, dass die Stadt Traunreut weiter von der Fortgeltung der Verträge, Absprachen und sonstigen Vereinbarungen mit den bisherigen Trägern ausgehe. Dazu gehöre auch die Festsetzung gemeinsamer Gebühren für alle Kindertagesstätten im Stadtgebiet.

Zusätzliche Sanierungskosten fürs Schwimmbad

Ohne Diskussion abgesegnet wurden auch ausstehende Planungskosten, die im Zuge der Sanierung des Nichtschwimmerbeckens im Freibad angefallen sind. Die Teilschluss-Rechnung des Architekturbüros beläuft sich auf 30 746 Euro. Da der »Topf« für die Sanierungsmaßnahme bereits ausgeschöpft ist, muss die Rechnung mit außerplanmäßigen Mitteln beglichen werden.

Der Auftrag für den Bau eines Regenwasserkanals im Wohngebiet »Traunsteiner Wald«, der im September beginnen soll, soll an eine Firma in Bayerisch Gmain vergeben werden zu einem Angebotspreis von 580 000 Euro. ga

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