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Aufblühendes Leben, dem Leiden abgerungen

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Wie durch ein Labyrinth wird der Besucher des Meditationswegs durch den Steingarten geführt.

Teisendorf – »Eines Tages wirst Du wissen, in der Dunkelheit ist etwas Neues gewachsen, das anders nicht hätte wachsen können«, heißt es in der letzten Strophe des Gedichts »Für Dich« von Karin Schwarz. Diese Gedichte im neu eröffneten Meditationsweg im Garten des Seminarhauses Osterloh bei Rückstetten sind wie eine Essenz des Geheimnisses von Ostern.


Zahlreiche Besucher waren zur Vernissage gekommen. Eugen Schwarz, von dessen 2014 verstorbener Frau die Lyrik stammt (wir berichteten), eröffnete den Nachmittag mit Gedanken zur Meditation: »In sich zur Ruhe kommen, Stille, Leere, Eins sein mit sich selbst, im Hier und Jetzt sein, frei von störenden Gedanken«.

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Die Idee hinter dem Meditationsweg sei gewesen, diese spirituelle Übung nicht körperlich passiv auszuführen, sondern sie in der aktiven Bewegung »vielleicht im lauten Rezitieren der Texte« wirken zu lassen. Karin Schwarzs Lyrik lässt, wie Schwiegersohn Franco Ravanelli feststellte, die »Kraft des Wortes« spüren. Die größtenteils am Ende des Lebens geschriebenen Texte sind echt, ehrlich, unmittelbar, ohne Maske.

Wie durch ein Labyrinth wird der Besucher des Meditationswegs an Bäumen vorbei durch den Steingarten geführt. Die Gedichte wurden an besonderen Orten im Garten aufgestellt. Die beiden Gedichtbände von Karin Schwarz werden zugunsten des Kinderhospiz' Stuttgart verkauft, auch im Haus Osterloh. Auch von bestellten Skulpturen-Duplikaten  kommt  ein  Teil  des Erlöses dem Kinderhospiz zugute.

Der Meditationsweg kann bei Veranstaltungen im Haus Osterloh besichtigt werden. vm