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»Auf unsere eigene Art und Weise«

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Wonneberg. Die neue Gruppierung, die »Aktiven Wonneberger« (AW), hatte ihre Versammlung im Gasthaus Gruber in Weibhausen vor rund 70 Anwesenden. Sprecher Helmut Helmberger hob die Vorzüge der neuen Gruppierung hervor. Sie habe viele junge Kandidaten, darunter eine Reihe von Damen, und viele seien aktiv am Wonneberger Vereinsleben beteiligt.


Die Kandidaten stellten sich dann der Reihe nach vor, und dabei wurde deutlich, dass diese an der Gemeindepolitik mitwirken möchten, »auf unsere eigene Art und Weise«. Und es stellte sich in der Tat heraus, dass viele der Kandidaten wirklich aktiv am Gemeindeleben mitwirken; einige von ihnen informierten darüber, dass sie in der Tat allen Ortsvereinen angehören. Kandidat Christian Eder sprach davon, dass sich aufgrund der neuen Situation in Wonneberg wohl einiges tun werde: Mit all den jungen Gesichtern solle die Gemeindepolitik »transparenter und offener« werden.

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Man habe bereits einige Ideen, so Sprecher Helmberger, wie etwa die Schaffung eines kombinierten Wertstoff- und Bauhofes inklusive Mehrzwecknutzung für Vereinsveranstaltungen, eine Sanierung oder gar Neubau des veralteten Gebäudes mit Kindergarten und Vereinsraum, den Erhalt der Schule »mit allen Mitteln« und nicht zuletzt die Schaffung einer zentralen Wärmeversorgung. »Viel mehr haben wir nicht«, meinte Sprecher Helmberger zum Wahlprogramm der AW, »wie auch? Schließlich sind wir ganz neu.«

Hermann Eder, der zusammen mit Manfred Huber und Christian Eder die musikalische Umrahmung übernahm, nahm dann noch kurz Stellung zu der Entwicklung, die letztlich zu den drei Listen geführt habe. Ursprünglich sei er vom jetzigen FW-Bürgermeisterkandidaten Martin Fenninger angesprochen worden, ob er nicht mit einer Einheitsliste als Bürgermeisterkandidat antreten wolle. Dann aber wurde nichts aus der Einheitsliste, und Eder hatte sich dann auch selber dazu entschlossen, sich nicht um das Amt eines ehrenamtlichen Bürgermeisters bewerben zu wollen. Gleichwohl aber beschrieb er die Gemeinde Wonneberg in den rosigsten Farben: die hohe Lebensqualität, die vielen Kleingewerbe, die Nähe zur Kreisklinik und vieles andere mehr.

Eine kleine Kritik kam dann am Schluss noch vom CSU-Vorsitzenden Mike Frumm-Mayer. Er hatte sich an der einzigen Wahlaussage auf dem AW-Flyer gestört. Dort steht nämlich, dass die Aktiven Wonneberger »unabhängig und frei von parteipolitischen Zwängen« seien. Frumm-Mayer bezog diese Formulierung auf seine CSU und verwahrte sich dagegen: »Wir entscheiden ausschließlich über Gemeindethemen. Keiner von der CSU ist je von außen an mich herangetreten.« Mit diesem »blöden Kas« sollte man endlich aufhören, meinte er.

Helmberger wies daraufhin weit von sich, dass man anderen Parteien oder Gruppierungen in Wonneberg dergleichen unterstellt habe. So blieb am Schluss das Versprechen von Helmut Helmberger, dass die Aktiven Wonneberger mit allen Gruppierungen im Gemeinderat, wenn sie denn reinkommen, zusammenarbeiten wollen. he