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Auf der Suche nach dem Glück

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Monika Gruber überzeugte einmal mehr ihr Publikum. Sie war am Freitagabend mit ihrem Programm »Irgendwas is' immer« in der Chiemgauhalle in Traunstein zu Gast. (Foto: Brenninger)

Traunstein – Monika Gruber war in Höchstform und brannte am Freitagabend in der ausverkauften Chiemgauhalle in Traunstein mit ihrem Programm »Irgendwas is' immer« ein zweieinhalbstündiges Kabarett-Feuerwerk ab. Die Erdingerin hatte jede Menge Themen dabei, die sie bewegen – von der Frage nach dem Glück bis zur Angst vorm Altwerden.


Gleich zu Beginn lästerte Monika Gruber – wie übrigens auch so viele Künstler vor ihr – erst einmal ausgiebig über den Veranstaltungsort ab – das aber mit viel Charme und Humor. »Ich bin ja einiges gewohnt, ich spiele ja öfters im Circus Krone in München, da stinkt es nach Elefantensch..., aber des do herin des hat wos. Do is einfach ein schönes Gschmacke herin«, sagte sie. Sie hoffe nur, dass nachher nicht ein Schild an der Tür hänge: »Zwei Kälber zu verkaufen und die Gruberin.« Bei Letzterer stehe drunter: »Milchleistung unbekannt.«

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Dann gratulierte die Kabarettistin Philipp und Christina Eder aus Traunstein, die an diesem Tag geheiratet hatten und mit der Hochzeitsschar am Abend ins Kabarett gingen. Eine kleine Spitze konnte sie sich auch hier nicht verkneifen. »Ich wünsche ihnen alles Gute, sie werden es brauchen können«, sagte sie dem Paar. Diese nahmen es der Gruberin aber nicht krumm. Nach der Vorstellung gab’s für das Paar schließlich noch ein persönliches Geschenk und ein Erinnerungsfoto. »Uns hat es sehr gut gefallen«, betonte das Paar. »Das war so lustig.«

Und Monika Gruber nahm sich ja auch selber des öfteren aufs Korn. Etwa als sie sagte, dass 30 Euro für die Eintrittskarte ganz schön viel Geld seien. »Hättens noch zehn Euro draufgelegt, dann hätten Sie was Gescheites gesehen.«

Das Publikum kam aus dem Lachen oft gar nicht mehr heraus. Als dann eine Zuschauerin inmitten der Darbietung sich aufmachte, den Saal zu verlassen, da war die Gruberin kurz irritiert und pfiff ihr nach: »Gefällt es ihnen nicht?« Als die Zuschauerin dann angab, dass sie nur kurz aufs Klo müsse, war die Gruberin wieder beruhigt. »Achso, dann warte ich halt auf Sie – und Händewaschen nicht vergessen.« Und Monika Gruber wartete wirklich einige Zeit, ehe sie sagte: »Okay, ich mache jetzt doch weiter, sonst weiß ich nimmer, wo ich war.«

Monika Gruber sinnierte dann ausgiebig über das Glück. Für sie sei Glück etwa, wenn man den Krapfen mit der meisten Marmelade erwische. Mit politischen Pointen hielt sie sich eher zurück. Doch ein paar Obrigkeiten bekamen dann doch etwas ab. Sie fragte sich etwa, warum Papst Benedikt zurückgetreten sei? »Da ham' mia einmal einen Papst, und dann mag der einfach nicht mehr! Der Johannes Paul II., der hat scho gnackelt, aber der hat's durchgezogen! Des is' wie am Bau: Der Pole buckelt, bis nix mehr geht, und der Deutsche geht in Frührente.«

Auch die aktuelle Situation bei der Bundeswehr war der Gruberin einen bissigen Kommentar wert: »Bei uns könnte die Freiwillige Feuerwehr Österreich einmarschieren und wir hätten dem nichts entgegenzusetzen.« Die Erdingerin überzeugte einfach mit ihrer bissigen, aber auch humorvollen und witzigen Art. Nur ein Wermutstropfen bleibt: Sie legt nun ab Juli erst einmal eine längere Pause ein. In nächster Zeit wird sie sich eher Fernsehprojekten widmen und erst Ende 2016 wird sie wieder auf die Bühne zurückkehren.

Und ganz zum Schluss hat sie noch Tipps fürs Leben und für die Partnerwahl dabei: »Umgeben Sie sich mit heiteren Menschen.« Schließlich ist Lachen gesund und Monika Gruber gab den Zuschauern dazu wahrlich viele gute Gründe. SB