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Auf den Unmut der Bürger reagiert

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Zwei voneinander getrennte Überwege auf Höhe der Siemensstraße in Traunwalchen sollen jetzt die Verkehrssituation für die Radfahrer und Fußgänger entschärfen. Bisher mussten die Radfahrer absteigen, um über die im Zuge der Traunreuter Ostumfahrung gebauten Entwässerungsgräben zu gelangen. (Foto: Gabi Rasch)

Traunreut. Die Stadt Traunreut hat auf den Unmut der Bürger reagiert und auf die im Zuge des Ostspangenausbaus entstandenen Entwässerungsgräben bei Oderberg zwei, voneinander getrennte, Überwege für die Fußgänger und Radfahrer aus Richtung Siemensstraße Traunwalchen und umgekehrt asphaltieren lassen. Durch diese Maßnahmen wurde zumindest eine Verbesserung geschaffen, die auch in der Bevölkerung sehr begrüßt wird: »Ich und viele andere sind wunschlos glücklich«, bedankte sich ein Traunwalchner per E-Mail beim zuständigen Planungsbüro.


Grundsätzlich verfolgt die sogenannte kleine Ostumfahrung von Traunreut aber das Ziel, dass die Fußgänger und Radfahrer den sicheren Übergang beim Kreisverkehr über die Kreisstraße in Traunwalchen benützen. Der Gewohnheit zur Folge nutzen aber viele Schulkinder und Berufstägige nach wie vor die Abkürzung über die Siemensstraße zum Geh- und Radweg entlang der Simon-Ohm-Straße nach Traunreut. Bisher mussten die Radfahrer aus Richtung Siemensstraße nach dem Überqueren der Kreisstraße TS 49 absteigen und ihre Fahrräder über den Entwässerungsgraben schieben, um gefahrlos auf den Geh- und Radweg in Oderberg zu gelangen. Im umgekehrten Fall mussten die Radfahrer und Fußgänger aus Oderberg ebenfalls zuerst den Entwässerungsgraben passieren, um nach dem Überqueren der Straße wiederum auf die Siemensstraße zu gelangen. Auch Personen mit Kinderwägen oder ältere Bürger mit Gehhilfen hatten ihre Schwierigkeiten, die Gräben zu passieren.

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Wie berichtet, rief die neue Verkehrsregelung in diesem Bereich grundsätzlich Kritik hervor. In den Augen vieler Traunwalchner seien dabei die Fußgänger und Radfahrer vergessen worden. Von einer Fehlplanung und sogar von einem Schildbürgerstreich war die Rede.

Um die Situation zu entschärfen, forderten die Traunwalchner eine Verbesserung für die Fußgänger und Radfahrer. Eine von den Bürgern angeregte Querungshilfe wurde aus Sicht der Behörden aufgrund der örtlichen Gegebenheiten aber ausgeschlossen. Um aber eine Verbesserung der Situation herbeizuführen, habe es nach Aussage von Bürgermeister Franz Parzinger zwei Ortstermine mit Vertretern des Landratsamtes, des Planungsbüros, der Polizei und der Stadtverwaltung gegeben. Die Behördenvertreter hätten sich dabei aus Sicherheitsgründen bewusst auf zwei voneinander getrennt befestigte Überwege verständigt. Einen für die Radfahrer und Fußgänger aus der Siemensstraße, die jetzt schnurstracks über die Kreisstraße TS  49 auf den Geh- und Radweg in Oderberg fahren bzw. gehen können. Rund 20 Meter entfernt in Richtung Kreisverkehr gibt es einen weiteren, ebenfalls rund drei Meter breiten Überweg für die Radfahrer und Fußgänger, die aus Richtung Oderberg auf die Siemensstraße wollen.

Dass der Weg über die Siemensstraße nach Traunreut seit vielen Jahren eine willkommene Abkürzung bedeutet, dessen ist sich auch Bürgermeister Parzinger bewusst. Das eigentliche Ziel, das mit der Ostumfahrung erreicht werden wolle, sei aber der Weg über den neuen Kreisverkehr. Auf Nachfrage des Traunsteiner Tagblatts, ob die Siemensstraße in Traunwalchen, die sich auch wegen der Umleitungen hinsichtlich des Ostspangenausbaus in einem äußerst desolaten Zustand befindet, hergerichtet oder über kurz oder lang zurückgebaut wird, verwies Parzinger auf die Erweiterung des Wohnbaugebietes »Frauenbrunn«, das an die Siemensstraße grenzt. Im kommenden Jahr sollen hier weitere Baugrundstücke ausgewiesen werden. Von daher mache es zum jetzigen Zeitpunkt wenig Sinn, die Straße herzurichten und eine übereilte Entscheidung zu treffen, was mit der Straße passieren soll. »Dass was gemacht werden muss, steht außer Frage.« ga

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