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Auf den Almen geht's zünftig, klassisch, jazzig und rockig zu

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Christian Scheurl und Steffi Weiß boten einen Vorgeschmack auf die beim Festival gebotene authentische Volksmusik. (Foto: Mergenthal)

Inzell. »Wir wollen einen Bogen von der Tradition bis zur Jugendkultur schlagen«, erklärt der Grassauer Musikschulleiter Wolfgang Diem das Konzept des Chiemgau Alm Festivals. Dieses findet von Sonntag, 21. Juli, bis Samstag, 27. Juli, statt. Bei der dritten Auflage gibt es neun Konzerte an sieben Tagen auf acht Almen. Mitinitiator Diem stellte zusammen mit Landrat Hermann Steinmaßl und Michael Lücke, Geschäftsführer des Chiemgau Tourismus, im Forsthaus Adlgass bei Inzell das Programm vor.


Die einmaligen Chiemgauer Almenlandschaft, regionale Musiker und die große Bandbreite sind für Steinmaßl Eckpfeiler dieser Veranstaltungsreihe. Sie soll Diem zufolge auch das musikalische Potenzial im Chiemgau aufzeigen. Für das hohe Niveau der Reihe zeichnen auch künstlerische Beiräte verantwortlich, wie der Inzeller Musikschulleiter Heinrich Albrecht, Otto Dufter und Barbara Reichenbach.

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Zum Auftakt gibt es erstmals einen Almtanz

Als schwungvollen Auftakt gibt es in diesem Jahr zum ersten Mal einen Almtanz. Dieser findet am Sonntag, 21. Juli, ab 11 Uhr auf der Agergschwendt-Alm bei Unterwössen statt. »Unsere Grundidee ist, dass man den Tanz auf die Alm bringt, wo er immer zu Hause war«, erklärte Dufter. Mit dabei sind viele junge Musikanten wie die Inzeller Frillensee-Musi oder die Bernauer Lausbuam-Musi. Zum Tanz spielen auch die Laubensteiner Bläser und Tanzlmusi auf. Der Koasawinkler Singkreis aus Reit im Winkl intoniert almerische Volkslieder. Für Unterhaltung sorgen außerdem die Wössner Diandln, die Trachtenvereinsmusi sowie die Kinder, Jugendlichen und Aktiven des Trachtenvereins »D’Achentaler« mit Plattlern und Tänzen.

Am gleichen Tag heißt es ab 17 Uhr auf der Rachlalm auch noch »Der Berg ruft«. Dort sind die Marktkapelle Grassau, die Grassauer Bläser, die Alphörner, die Anfang Dirndln und die Wetterkreuz-Musi zu hören. Auch BR-Moderator Stefan Frühbeis wird dabei sein.

Eher unübliche almerische Klänge gibt es mit »Schotter’s Jazzhaufen« und den sechs Achentaler Jungs der Rockband »The Dibss«: Die Jazzer aus Prien am Chiemsee bringen zusammen mit der stimmgewaltigen Jazzsängerin Miriam Arens und mit ihrem neuen Programm »Hot Potpourri« am Dienstag, 23. Juli, ab 19 Uhr die Almwiesen der Bründlingalm am Hochfelln zum Brennen. Auf der Wuhrsteinalm am Geigelstein bei Schleching sind »The Dibss« am Mittwoch, 24. Juli, ab 19 Uhr.

»Vo da Schwoag bis auf d’Hochalm« – unter diesem Motto spricht Bert Lindauer beim Musikanten-Hoagart auf der Schwarzachenalm bei Ruhpolding »über’s Jagn, Lebm und Liabm im Gebirg«. Musikalisch unterstützen den Kenner bayerischer Volkskunde die Perlseer Dirndln, das Wössener Erntedank-Ensemble und die Taubensee Tanzlmusi.

Die Bergmesse wird am Freitag, 26. Juli, um 11 Uhr auf der Hindenburghütte bei Reit im Winkl zu Ehren der Heiligen Anna gefeiert. Sie gilt als Schutzheilige der Bergleute. Am selben Tag ist ab 19 Uhr ein Volksmusik-Hoagart im Forsthaus Adlgass bei Inzell. Heinrich Albrecht präsentiert die volksmusikalische Vielfalt des Chiemgaus und plaudert mit Gästen über Musik, Kultur und Leute.

Keller Steff als Publikumsmagnet

Zum Ausklang wird es »klassisch-bayrisch«: Die Grassauer Bläser präsentieren am Samstag, 27. Juli, um 16 und um 19 Uhr im Streichenkircherl bei Schleching im Doppelquartett ihr gleichnamiges Programm. Das Posaunenquartett übernimmt den bayerischen und das Bläserquartett den klassischen Teil. Fürs Finale auf der Winklmoosalm am Samstag, 27. Juli, ab 12 Uhr haben sich heuer unter anderem Stefan Dettl, Keller Steff & Band, das Quintett Bachklang, Django S. sowie Candelilla angesagt.

Michael Lücke gefällt, dass sich auf den Almen Musiker, Einheimische und – zum Teil internationale – Urlauber begegnen können. Wichtig sei es, weiterhin authentische Musik zu bieten, betonte er. Einen Vorgeschmack gaben im Forsthaus Adlgass die Inzeller Musiklehrerin Steffi Weiß an der Harfe mit Christian Scheurl an der Ziach.

Tickets gibt es unter der Telefonnummer 08621/8188 sowie bei den bekannten Vorverkaufsstellen. vm