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Auf dem Rosenweg wird's oft eng

Wegen der Schrägparker ist eine Durchfahrt auf dem Rosenweg oft kaum möglich.

Reit im Winkl. Einerseits wird in Reit im Winkl begrüßt, wenn Unternehmer in ihre Übernachtungspensionen investieren, diese modernisieren oder auch erweitern, andererseits führen solche Änderungen mitunter aber auch zu Differenzen, in Bezug auf Parkplätze etwa. Mit einem solchen Fall hatte sich der Bau- und Umweltausschuss des Gemeinderates zu beschäftigen: Die Betreiber einer Gästepension am Rosenweg in Entfelden hatten den Bau einer grenznahen Garage beantragt, aber auch die Zulassung für zwei weitere Gästeapartments. Drei Nachbarn des Gästehauses drängen dagegen seit Längerem schon auf eine verbesserte Regelung der Parkplatzsituation: Sie können als Hinterlieger nur erschwert zu ihren Anwesen gelangen, da geparkte Fahrzeuge der Gäste jener Pension die Durchfahrt behindern. In einem Schreiben wandten sie sich nun an den Gemeinderat.


Beantragt wurde vom Ehepaar eine 27 Quadratmeter große, grenznahe Garage als Ersatz für eine bereits bestehende Garage, die jetzt als Wohnraum umfunktioniert werden soll. Auch im Obergeschoß ist eine neue Wohnung geplant, hier soll ein Balkon in Wohnraum umfunktioniert werden. Insgesamt vergrößere sich die Wohnfläche um gut 70 Quadratmeter, statt bisher sechs stünden acht Wohnungen für die Vermietung zur Verfügung.

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Mehr Wohnungen bedeuteten aber auch mehr Fahrzeuge, die irgendwo rund um das Haus geparkt werden müssten. In der Durchfahrt zu den Hinterliegern an diesem Rosenweg werden Autos in Schrägrichtung abgestellt, »das Problem ist, dass die Autos immer größer werden und wir nicht mehr durchfahren können«, ärgert sich beispielsweise Lore Wiesmüller, eine der Nachbarinnen. In einem Schreiben an den Gemeinderat steht ferner: »Häufig kommt es vor, dass Versorger die Häuser 3, 5, 6 und 7 nicht erreichen.« Versorger, dies könnte auch der Rettungswagen sein, wie Lore Wiesmüller auf Anfrage weiter erklärt. Gespräche mit den Pensionsbetreibern hätten bislang zu keinem konstruktiven Ergebnis geführt.

Offenbar wird diese Parkplatzsituation auch dadurch verschärft, dass laut den Aufzeichnungen des Bauamtes drei bereits 1984 geforderte Parkplätze nicht hergestellt worden seien, die hierfür vorgesehene Fläche wird derzeit als Garten genutzt. Insgesamt gibt es also für die Größe der Pension deutlich zu wenige Stellplätze. »Die jetzige Situation ist jetzt schon untragbar«, so Bürgermeister Josef Heigenhauser während der Sitzung. Hingewiesen wurde im Rahmen der Diskussion aber auch darauf, dass der Gemeinderat wegen der Stellplatzsituation eine Zustimmung nicht verweigern dürfe, »wir werden aber bei den zuständigen Behörden darauf drängen, dass die notwendigen Parkplätze auch hergestellt werden«, so der Bürgermeister weiter. Den Antrag auf Erweiterung des Wohnraums, also Umwandlung der Garage und des Balkons im ersten Stock in zwei neue Wohnungen, lehnten die Mitglieder des Bauausschusses mehrheitlich ab, gebilligt wurden dagegen der Bau der Grenzgarage sowie ein ebenfalls beantragter Außenabgang in den Keller. ost