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»Auf 30 Tiefgaragenplätze runterhandeln lassen«

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Traunreut – Die Stadträte Günther Dzial (SPD) und Josef Winkler (Bürgerliste) unterstützen die Empfehlung von Stadtplanerin Anne Bär, bei der geplanten Wohnanlage zwischen Hofer Straße und Wertstoffhof die Zahl der oberirdischen Parkplätze auf Besucherstellplätze zu reduzieren und die Stellplätze zu den Wohnungen in einer Tiefgarage unterzubringen.


Winkler hatte bereits zu Beginn des Bauleitverfahrens 60 Tiefgaragenplätze gefordert und sieht sich durch die Empfehlung der Stadtplanerin in seiner Forderung gestärkt. Professor Beer sei die beratende Person und das sollte auch gewürdigt werden, sagte er im Rahmen der Stellungnahmen zum Bebauungsplanentwurf in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses.

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Für ihn steht es außer Zweifel: »Wir haben uns vom Bauträger auf 30 Tiefgaragenplätze runterhandeln lassen.« Der Stadtrat sei dazu da, das Ortsbild zu wahren, deshalb lehne er den Vorschlag der Verwaltung und den Billigungsbeschluss ab.

Auch Dzial stimmte gegen den Vorschlag der Verwaltung, 30 unterirdische Stellplätze festzusetzen und die restlichen Stellplätze aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten oberirdisch anzuordnen. »Wer sich eine Wohnung für 250 000 Euro leisten kann, wird sich auch für 15 000 Euro eine Tiefgarage kaufen können«, argumentierte Dzial.

Wie bereits berichtet, hatte sich der Stadtrat Ende letzten Jahres nach einer kontroversen Debatte auf 30 Tiefgaragenplätze für die beiden Gebäude geeinigt. Aus städtebaulicher Sicht wurde auch empfohlen, die Vollgeschoße zu reduzieren. Wie es hieß, habe sich der Bauträger im Einvernehmen mit dem Landratsamt darauf geeinigt, die Vollgeschoße der beiden Baukörper auf drei beziehungsweise auf vier plus Dachgeschoß zu reduzieren. Die ursprüngliche Planung sah fünf beziehungsweise vier Vollgeschoße plus Dachgeschoß vor.

Die Wandhöhen werden somit auf 16,25 bzw. 13,25 Meter reduziert. Herbert Kusstatscher (SPD) fragte, wie sich die Reduzierung der Stockwerke auf die Wohnungszahl auswirkt. Nach Angaben von Stadtbaumeister Thomas Gätzschmann sei in dem Entwurf noch keine konkrete Zahl der Wohnungen festgesetzt worden. In einer der vorausgegangenen Sitzungen war aber von rund 40 Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen die Rede.

In dem Entwurf sollen auf Empfehlung des Landschaftsarchitekten die Ziele des ISEK (Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept) eingearbeitet werden. Das betrifft besonders die Aufwertung des Straßenraums. Auch hier habe nach Angaben der Verwaltung der Antragsteller einer weitestgehend offenen Gestaltung der Freiflächen zugestimmt. Gewisse Sichtschutzmaßnahmen, um zum Beispiel die Intimsphäre der Erdgeschoßwohnungen zu wahren und einen Schutz für Familien zu bieten, hält der Antragsteller aber für erforderlich.

Der mit 7:2 Stimmen genehmigte Bebauungsplanentwurf muss jetzt noch vom Stadtrat in seiner Sitzung am Donnerstag nächster Woche abgesegnet werden. Der Bauträger geht davon aus, Mitte dieses Jahres mit dem Bau der Wohnanlage auf dem rund 10 000 Quadratmeter großen Grundstück beginnen zu können. ga