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Auch in der Region wurde gestreikt

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»Gleicher Lohn für gleiche Arbeit«: Lehrer am Wilhelm-Löhe-Förderzentrum in Traunreut schlossen sich gestern dem Streik der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft an. (Foto: Rasch)

Über 2000 Beschäftigte von mehreren Gewerkschaften des Öffentlichen Dienstes gingen gestern in ganz Bayern auf die Straßen. Sie alle forderten mehr Lohn und damit auch eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Auch knapp 50 Angestellte aus den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land nahmen an den Warnstreiks teil.


Zur großen Kundgebung der Gewerkschaft Verdi am Odeonsplatz in München fuhren 18 von 95 Mitarbeiter vom Staatlichen Bauamt in Traunstein. Sie arbeiten für die Straßenmeistereien in Traunstein, Freilassing und Bischofswiesen. Dies bestätigte Bauamtsleiter Sebald König auf Anfrage des Traunsteiner Tagblatts.

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Weitere zwei Kollegen von der Autobahnmeisterei beteiligten sich in Siegsdorf an dem Streik. Zu Beeinträchtigungen kam es deswegen laut Leiter René Eckenhoff aber nicht. Insgesamt arbeiten in der Autobahnmeisterei 24 Mitarbeiter und sechs Saisonarbeitskräfte.

Auf ihre Forderung nach mehr Lohn haben gestern auch Mitglieder der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft im Freistaat aufmerksam gemacht. Darunter waren auch die Lehrer und Heilpädagogischen Förderlehrer der Wilhelm-Löhe-Schule in Traunreut. Sie fordern mehr Lohn und mehr Gerechtigkeit. »Wir wollen, dass vor allem unsere Heilpädagogischen Förderlehrer eine Gehaltsstufe höher eingestuft werden«, sagte Thomas Pfeifer von der Mitarbeitervertretung der Wilhelm-Löhe-Schule.

Die rund zehnminütige Protestkundgebung vor dem Tor des Wilhelm-Löhe-Zentrums fand in der Pause statt. »Wir wollten in keinem Fall den Unterricht ausfallen lassen«, betonte Pfeifer.

Die Gewerkschaften fordern für die 800 000 Tarifangestellten der Länder 5,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 175 Euro mehr. Die Länder halten das aber für nicht bezahlbar. Für Montag und Dienstag sind weitere Tarifgespräche in Potsdam geplant. Mehr zum Thema finden Sie heute auch auf unserer Bayernseite. apo/ga