weather-image
27°

Auch im Herbst ein beeindruckendes Blütenmeer

1.0
1.0
Bildtext einblenden
Ein Ort auch für künftige kulturelle Veranstaltungen auf dem Gelände der Bayreuther Landesgartenschau: Der neu angelegte Auensee mit der Seebühne.
Bildtext einblenden
Farbenpracht auch noch im Herbst: Impressionen von der Landesgartenschau in Bayreuth.
Bildtext einblenden
Am Ufer des renaturierten Roten Mains: Aus seinem »Betonkorsett« befreit, schlängelt sich der Fluss durch das Landesgartenschau-Gelände.
Bildtext einblenden
Bildtext einblenden

Die Gartenzeit neigt sich zwar dem Ende entgegen und auch bei der Landesgartenschau in Bayreuth ist in wenigen Tagen »Schluss«, dennoch lohnt sich ein Besuch. Diese Erfahrung machten die Teilnehmer der Leserreise des Traunsteiner Tagblatts mit Reiseleiter Hans Wembacher zur Landesgartenschau. Verbunden damit war auch ein Rundgang durch die Altstadt der oberfränkischen Kulturmetropole, außerdem durften Abstecher zum weltberühmten Festspielhaus und zur Eremitage nicht fehlen. Am Ende der zweitägigen Reise waren sich alle einig: schön und interessant war's.


So manch Reiseteilnehmer hatte im Vorfeld befürchtet, die Landesgartenschau würde im Herbst von ihrer Blütenpracht schon viel eingebüßt haben – doch weit gefehlt: Nach wie vor findet man ein wahres Blütenmeer in den verschiedensten Farben vor. Doch die Blumen alleine sind es gar nicht, die die Gartenschau so interessant machen, vielmehr ist es das Gesamtkonzept – wobei natürlich die Blumen einen hohen Stellenwert genießen.

Anzeige

45 Hektar umfasst das Landesgartenschau-Gelände, den Besuchern werden zahlreiche Attraktionen geboten. Blumenschauen, Spielplätze, unterschiedlich gestaltete Kabinette (z. B. Kulturkabinett, Gartenkabinett und Sportkabinett), ein künstlich angelegter, etwa zwei Hektar großer See mit Seebühne und vieles mehr. Besonders beeindruckend die gelungene Renaturierung des Roten Mains auf einer Länge von etwa 1,2 Kilometer, der sich durch das Gartenschau-Gelände schlängelt. Früher in eine Betonrinne gezwängt, fliest der Rote Main nun durch sein neues naturnahes Bachbett und bietet mit Inseln, Sandbänken und abwechslungsreichen Uferstreifen zahlreichen Tier- und Pflanzenarten wieder Lebensraum. Unter anderem wurden inzwischen schon ein Biber, Eisvögel und Flussregenpfeifer gesichtet.

Ein großer Teil der für die Landesgartenschau auf dem Gelände geschaffenen Anlagen und Einrichtungen bleibt bestehen. Damit wurde für Bayreuth ein Naherholungsgebiet geschaffen, ebenso Sport- und Kulturstätten. Kalkuliert hatte man mit rund 750 000 Besuchern, nach Auskunft von Dagmar Voß, Geschäftsführerin der Landesgartenschau, wurde diese Zahl bereits vor etwa zwei Wochen erreicht; bis Ende der Gartenschau am 9. Oktober dürfte die 800 000-Marke sicherlich überschritten werden.

Der Besuch der Landesgartenschau war nur ein Teil der zweitägigen Leserreise. Am zweiten Tag ging es zunächst zu Fuß durch die Bayreuther Altstadt, wobei sich Hans Wembacher einmal mehr als gut vorbereiteter Reiseleiter erwies. Auf dem etwa zweistündigen Rundgang gab es von ihm jede Menge interessante Informationen. Stationen waren unter anderem das Alte Schloss, das neue Schloss und der Hofgarten. Später ging es dann noch mit dem Bus zum Festspielhaus und anschließend zur Eremitage, wo die Reiseteilnehmer noch Gelegenheit hatten, einen Teil der Anlage zu besichtigen. m