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Auch heuer wieder ein Georgiritt in Traunstein

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Am Ostermontag geht der Georgiritt wieder zur Segnung von Ross und Reiter hinauf zum Ettendorfer Kircherl. (Foto: Archiv Buthke)

Traunstein – Satzungsgemäß stellte der Vorsitzende Albert Schmied bei der Jahreshauptversammlung des St.-Georgs-Vereins Traunstein im Heimathaus wie alle Jahre die Frage: »Führen wir unseren Ritt heuer wieder durch?« Die Zustimmung erfolgte einstimmig. Alles andere wäre wohl auch enttäuschend für die Menschen in der Region und weit darüber hinaus gewesen. Schließlich zählt der Traunsteiner Georgiritt am Ostermontag zu den schönsten Pferdewallfahrten in Altbayern.


Schmied dankte den Georgirittern für die Unterstützung, dieses große Kulturgut und diesen alten Brauch erhalten zu können. Zugestimmt wurde auch dem Antrag der Schäffler der Kolpingfamilie Traunstein, künftig beim Georgiritt mitgehen zu dürfen. Schmied nannte die Schäffler »eine sinnvolle Bereicherung« des Umritts. Da die Reiter mit ihren Pferden sauber daher kämen, werde der Verein in diesem Jahr verstärkt auf die Kleidung der Pferdeführer achten, kündigte der Vorsitzende an. »Jeans, Turnschuhe und Anoraks passen nicht ins Bild«, stellte er fest.

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Das »Café St. Georg« am Ostermontag im Rathaus habe sich unter der neuen Leitung von Monika Stockinger und mit der neuen Mannschaft sehr gut entwickelt. So wie es von Gretl Pröbstl aufgebaut und entwickelt worden sei, laufe es weiter, so Schmied. In diesem Zusammenhang hob Stockinger die hilfreiche Unterstützung der Stadt Traunstein, der Bäckereien Deisenseer und Kotter sowie des Zweiten Vorsitzenden Martin Schweiger hervor.

Schriftführer Ernst Rachl gab einen kurzen Rückblick auf das vergangene Jahr. Zwölfmal fuhren die Georgiritter zum Rittbitten in die Landgemeinden. Daran teilgenommen haben über 500 Mitglieder, Freunde und Förderer. Bei weiß-blauem Himmel sei der Georgiritt mit 418 Rössern ein voller Erfolg gewesen und unfallfrei verlaufen. Auch die Kleidung sei zu 98 Prozent in Ordnung gewesen. Der Verein selbst beteiligte sich an neun auswärtigen Umritten.

Von einem positiven Jahresabschluss berichtete Kassier Peter Graspeuntner. Die Säulen des Finanzierungskonzepts seien die Mitgliedsbeiträge und Spenden, der Zeichenverkauf und der Verkauf von Georgirittandenken in der Hütte. Den Zuschuss der Stadt nehme der Verein nur in Anspruch, wenn es wirklich notwendig sei. Das gute Ergebnis von 2014 sei aufgrund der Tatsache zustande gekommen, dass wegen des schönen Wetters alle 16 000 Festzeichen verkauft worden seien. Er rief dazu auf, dass sich wieder interessierte Zeichenverkäufer ab zwölf Jahre in seinem Trachtengeschäft am Stadtplatz melden sollen.

Als eine »ganz großartige Veranstaltung« bezeichnete Oberbürgermeister Christian Kegel den Georgiritt. Er sei die größte Veranstaltung im Chiemgau. »Und er wird es auch bleiben«, war er sich sicher. Dem St.-Georgs-Verein wünschte er, dass er auch in diesem Jahr wieder einen schönen Ritt haben möge. Bjr