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Auch die Leada Rosserer kommen zum Georgiritt in die Kreisstadt

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Wonnebergs Bürgermeister Martin Fenninger (links) und der Vorsitzende des Leonhardivereins Wonneberg, Mathias Mader (rechts), sagten Oberbürgermeister Christian Kegel (Zweiter von links) und dem stellvertretenden Vorsitzenden des St.-Georgs-Vereins Traunstein, Martin Schweiger, beim Rittbitten ihre Teilnahme am Georgiritt am Ostermontag in Traunstein zu. (Foto: Aßmann)

Wonneberg – Die Mitglieder des Leonhardivereins Wonneberg werden sich am Ostermontag wieder am Georgiritt in Traunstein beteiligen. Beim Rittbitten im Gasthaus Eder in St. Leonhard bedurfte es keiner größeren Überredungskünste des stellvertretenden Vorsitzenden des St.-Georgs-Vereins, Martin Schweiger, um die Rosserer zur Teilnahme an der traditionsreichen Pferdewallfahrt zu bewegen. Die St. Leonharder verzichteten dafür ihrerseits großzügig und mit einem Augenzwinkern aufs »Scheitlknien«.


Wonnebergs Bürgermeister Martin Fenninger bewies an diesem Abend sein vielseitiges Talent. Er hatte nicht nur, wie er betonte, die »ehrenvolle Aufgabe« erstmals als Gemeindeoberhaupt an dem traditionellen Rittbitten teilzunehmen; gemeinsam mit Bernhard Kriegenhofer am Bariton trug Fenninger mit schneidigen Stückln auf der Diatonischen Ziach zur gelungenen musikalischen Umrahmung der Veranstaltung bei. Er versprach den Gästen aus Traunstein, »beim zweitschönsten Ritt im Landkreis« auf jeden Fall dabei zu sein: »Aber der schönste ist nun mal in St. Leonhard«, frotzelte Fenninger.

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»Wir haben vielleicht nur den zweitschönsten Ritt im Umkreis, dafür ist es der erste im Jahr«, konterte Martin Schweiger lachend. Er lud alle Wonneberger Rosserer zur heurigen Pferdewallfahrt ein. Dabei lege man besonderen Wert darauf, dass nicht nur Ross und Reiter ein schönes Bild abgeben, sondern dass auch deren Begleiter sauber hergerichtet sind und dem Anlass entsprechendes Gewand tragen. Die feierliche und würdevolle Gestaltung des Georgiritts war schon den Gründern des St.-Georgs-Vereins immens wichtig, wie Schweiger mit einem Zitat aus der Vereinssatzung aus dem Jahr 1891 verdeutlichte. In diesem Zusammenhang schaute der stellvertretende Vorsitzende bereits auf 2016 voraus, in dem der St.-Georgs-Verein Traunstein sein 125. Gründungsfest begeht. Dazu richte man am 9. Januar einen Festabend aus, bei dem auch ein Film von Stefan Erdmann über den Ritt uraufgeführt werde. Für die Pferdewallfahrt am 6. April wünschte Schweiger sich »einen Himmel so blau wie die Farbe unseres heurigen Festzeichens.«

Der Vorsitzende des Leonhardivereins Wonneberg, Mathias Mader, blickte gern auf den Georgiritt im Vorjahr zurück und versprach, wieder zahlreich nach Traunstein zu kommen.

Traunsteins Oberbürgermeister Christian Kegel erinnerte an den religiösen Hintergrund des Georgiritts. In der kirchlichen Benediktion, in der für Ross und Reiter der Segen erbeten werde, erfahre der Umzug auch heute noch seinen Höhepunkt. Kegel hoffte, dass diese alte Tradition auch künftig als heimisches Kulturgut erhalten bleibe. »Deshalb unterstützt uns mit einer stattlichen Anzahl an Reitern. Dann bringen wir auch wieder einen schönen Ritt zusammen«, so sein Aufruf. mia