weather-image
26°

Auch bei Gluthitze zu Fuß nach Maria Kirchental

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Nach dem Erreichen des Wallfahrtsziels Maria Kirchental zogen alle Pilger, angeführt vom Wallfahrerkreuz mit Franz Ringsgwandl sen., Pfarrer Otto Stangl und Diakon Sepp Eixenberger (von links nach rechts), in den »Pinzgauer Dom« ein. (Foto: Burghartswieser)

Ruhpolding – Sehr viele Ruhpoldinger und auswärtige Pilger machten sich auf den Weg zur jährlichen Pfarrwallfahrt nach Maria Kirchental in der Gemeinde St. Martin bei Lofer. Selbst die hohen Temperaturen konnten die Wallfahrer nicht davon abhalten, den traditionellen Weg zu gehen.


Allein 62 Pilger gingen auf dem langen Weg mit neun Stunden reiner Gehzeit vom Staubfall über das Heutal und die Loferer Alm zum Wallfahrtsort. Eine zweite Gruppe marschierte von Schneitzlreuth, Reith, Au bei Lofer und den Tiroler Steig nach Kirchental. Andere kamen über den »Salzburger Steig«, mit dem Bus, dem Fahrrad oder mit ihren Autos.

Anzeige

Schließlich zogen alle Pilger unter Glockengeläut in die Wallfahrtskirche ein, voraus das Wallfahrerkreuz der Ruhpoldinger, das zum letzten Mal von Franz Ringsgwandl sen. getragen wurde, denn der 80-Jährige kündigte an, künftig auf den langen Weg über die Berge zu verzichten. Der Wallfahrtspfarrer von Kirchental, Pater Unger, empfing die Pilger im »Pinzgauer Dom«. Es freue ihn immer wieder, »wenn die Ruhpoldinger so zahlreich zur Mutter Gottes nach Kirchental kommen«. Er betonte aber auch den Sinn dieser Wallfahrt, die angesichts der momentanen politischen Lage in aller Welt gerechtfertigt sei, unabhängig von den ganz persönlichen Anliegen der Pilger, die den oft beschwerlichen Weg auf sich genommen haben. Pfarrer Otto Stangl zelebrierte mit Diakon Sepp Eixenberger den Wallfahrtsgottesdienst, an dem an die 200 Pilger teilnahmen.

Musikalisch umrahmt wurde die Messe von der »Ruhpoldinger Rathausmusi« und dem »Kirabiche-Viergesang« unter Leitung von Pastoralreferent Georg Gruber. In seiner Predigt erinnerte Pfarrer Stangl an die jüngste Enzyklika »Laudato Si« von Papst Franziskus. Dabei zitierte er drei wesentliche Aussagen, die auch sehr gut zur Wallfahrt passten.

Nach der Messfeier ist es bereits eine schöne Tradition, dass sich die Wallfahrer im Gasthof Hochmoos unterhalb des Tiroler Steigs noch zum gemütlichen Abschluss treffen – und sei es nur, um die Strapazen besser vergessen zu können. Für die musikalische Unterhaltung sorgten dort wieder sechs Ruhpoldinger Musikanten. hab