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Asylbewerber waren erneut Thema in der Kreistagssitzung

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Traunstein. Bei einer Besichtigung von Asylbewerberunterkünften gewann Kreisrätin Katharina Kurz-Hüller in Grassau einen negativen Eindruck. Das gab sie nun auf der jüngsten Kreistagssitzung bekannt.


»Ich habe mich fast geschämt, wie der Landkreis mit Menschen umgeht«, sagte die Vertreterin von Bündnis 90/Die Grünen. Sie sei froh, dass sich künftig ein Sozialarbeiter um die Asylbewerber kümmern werde, fügte sie hinzu. Deren dezentrale Unterbringung sei wichtig.

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»Großes Lob« zollte die Kreisrätin der Gemeinde Kirchanschöring und der Kirche, die im Pfarrhof eine Wohnung bereitstellte. »Nächste Woche kommt eine fünfköpfige syrische Familie. Die Gemeinde hat es sich zur Aufgabe genommen, diese Familie gut zu betreuen«, hob sie hervor. Kurz-Hüller appellierte an alle Bürgermeister im Landkreis, »ob nicht jede Gemeinde eine Wohnung anbieten könne«. Die Kreisrätin zeigte sich überzeugt davon, dass »wir dann andere Verhältnisse als jetzt in Engelsberg und Grassau haben«.

Mehrere Redner schlossen sich an. Sie traten für dezentrale Unterbringung ein. Zu einer vom Landkreis ins Auge gefassten neuen Asylbewerberunterkunft in Traunstein (siehe dazu auch unsere Berichte auf der Seite 13) betonte SPD-Kreisrätin Waltraud Wiesholer-Niederlöhner, die Stadt Traunstein habe »alles nur Mögliche in kurzer Zeit getan«. Die Bürger mitzunehmen – dazu habe man keine Zeit gehabt, hob die Dritte Bürgermeisterin der Großen Kreisstadt hervor.

Die Kirchen in der Unterkunftsfrage anzusprechen, regte Sebastian Röckenwagner (CSU) an. kd

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