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Asylbewerber helfen unentgeltlich am Bauhof mit

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Positive Resonanz habe er zur Planvorstellung für den auf mehrere Jahre angelegten Umbau des Hallenbads erhalten, sagte Bürgermeister Ludwig Entfellner in seinem Jahresrückblick im Gemeinderat.

Unterwössen – Die Pro-Kopf-Verschuldung der Unterwössner sinkt mit Ablauf des Jahres auf rund 650 Euro, sagte Bürgermeister Ludwig Entfellner bei seinem Jahresrückblick in der letzten Gemeinderatssitzung dieses Jahres. Über geplante 130 000 Euro hinaus habe die Gemeinde jetzt zum Jahresende weitere 100 000 Euro zurückgezahlt. Zugleich habe Unterwössen zwei Millionen Euro in den Vermögenshaushalt investiert.


In der neuen Oberflächenentwässerung in Hinterwössen hat das Tiefbauunternehmen mit einem Wiesengraben und der Entwässerungsleitung der Taubenseestraße zwei Bauabschnitte abgeschlossen. Für den dritten, die Entwässerung bis zum Kiesauffangbecken am Hellenstallweg, hat die Gemeinde den Auftrag für das Frühjahr erteilt.

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Zweiter Bauabschnitt auf der gegenüberliegenden Seite

Für die Neugestaltung des Kirchenvorplatzes an der Hauptstraße bis hin zum Edeka Markt sieht der Bürgermeister durchweg positive Resonanz. Im zweiten Bauabschnitt laufen die Arbeiten auf der gegenüberliegenden Straßenseite um die Bäckerei Guggenbichler. Die Alte Dorfstraße ist asphaltiert, das Jager-Anwesen umgibt in der Zukunft viel Grün.

Nach den Vorplanungen für die Bauarbeiten zur Umnutzung der Alten Schule Oberwössen haben die Förderstellen einen vorzeitigen Baubeginn bewilligt. Die Umbauarbeiten beginnen im Frühjahr, berichtete der Bürgermeister.

Geduld und Ausdauer sind dagegen für den mehrjährigen Umbau des Hallenbads in ein Bürgerhaus gefordert, so Entfellner. Die Vorplanungen sind abgeschlossen, die Mittel beantragt. Die Resonanz der Bürger auf die Planvorstellung fand Entfellner positiv. »Es ist viel gefragt worden.« Der Bürgermeister setzte darauf, dass alte Gebäude als »Treffpunkte und Magneten« neue Aufgaben bekommen.

Entfellner sprach die Erneuerung der Kaltenbachbrücke und die Arbeiten am Sportplatz an. Die Erschließung der Straße am Gries in Hinterwössen sei abgeschlossen, jetzt stehe die Abrechnung des Bauvorhabens an. Planung und Bürgerbeteiligung für die Erschließungsstraße Unterbergen seien abgeschlossen, der Ausbau soll im Frühjahr 2016 beginnen.

Der Breitbandausbau in Unterwössen bis zu den Verteilern sei weitgehend abgeschlossen, die Glasfasertechnik solle im Laufe des kommenden Jahres aufgeschaltet werden. Auf Vorrat hat die Gemeinde Grundstücke am See, am Balsberglift und in der Agg erworben. Mit einer neuen Internetseite, ständigen Berichten in der Gemeindezeitung und neuen Ortseingangsschildern wirbt die Gemeinde nach außen.

Interkommunale Zusammenarbeit verbinde Unterwössen mit den Nachbargemeinden. Entfellner nannte die Schulverbände, die Musikschulzusammenarbeit und den Abwasserzweckverband. Alt eingesessen sei das Ökomodell Achental, das den kleinen Gemeinden zuvor unerreichte Möglichkeiten eröffne, so der Bürgermeister. Neu seien gemeinsame Anstrengungen mit den Nachbargemeinden im Tourismus. »Im Tourismus tut sich einiges«, so der Bürgermeister. Oberwössen erhalte eine neue Wanderwegebeschilderung. Ehrenamtliche Tätigkeit habe an verschiedenen Punkten eingesetzt.

Als großes Miteinander sah Entfellner die Unterstützung beim Thema Flüchtlinge. Er würdigte Helfer, Mitstreiter, Schule und Lehrer. Besonders hob er vor, wie die ortsansässigen Syrer reagierten. Nach deren Worten fühlten sie sich in Unterwössen »so gut beheimatet«, dass sie etwas zurückgeben wollten. Sie stellten ihre unentgeltliche Mithilfe dem Bauhof zur Verfügung. Der Bauhofleiter sei mit ihrer Arbeit sehr zufrieden, berichtete Entfellner.

Konzentrierte Arbeit im Gemeinderat gewürdigt

Konzentrierte, sachbezogene Arbeit ohne Lagerdenken im Rat, die vielen »Sozialbindungen im Ort bei außergewöhnlichem bürgerschaftlichem Engagement in allen Bereichen« sorgten für Wohlbefinden im Ort. Seinen Dank an Mitglieder und Weggefährten in der Verwaltung verband Entfellner mit der Feststellung, dass Kompetenz, Motivation und zuverlässiges Handeln zu einem guten Geschäftsklima beitragen.

Wortmeldungen gab es keine zum Bericht. Für Gemeinderat und Gemeinde erwiderte der zweite Bürgermeister Barthl Irlinger den Dank und die besten Wünsche an den Bürgermeister. Abschließend schaute Geschäftsleiter Thomas Müllinger über den Wössner Tellerrand hinaus auf die Probleme der Welt. Mit Unverständnis reagierte er darauf, wie bei den Anschlägen von Paris und in der Flüchtlingsproblematik die Menschlichkeit vergessen würde. In all der Hektik und in den vorschnellen Reaktionen verliere die Gesellschaft immer mehr den Plan. Da sei es beruhigend, »dass wir gemessen an alldem die Aufgaben in Unterwössen zum Wohle der Gemeinde gemeistert haben«. lukk

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