weather-image
25°

Arbeitsintensives Jahr beim Fischerverein Wössen

5.0
5.0

Unterwössen. Von einem zufriedenstellenden Jahr hat Vorsitzender Bernd Bichler bei der Jahreshauptversammlung des Fischereivereins Wössen gesprochen. In Erinnerung bleiben wird es wegen des außergewöhnlichen Hochwassers, der kontinuierlichen Entwicklung im Verein und der vielen Arbeit.


Die Vereinsmitglieder hatten 2013 jede Menge zu tun. Da war die Pflege der vereinseigenen Gewässer, des Zimmerer Weihers und des Stelzer Weihers. Am Zimmerer Weiher verzichteten die Fischer auf Besatz, weil der Bestand gut ist. Hecht, Karpfen und Braxen laichen natürlich ab. Im März besetzten die Fischer den Stelzer Weiher. Nach wie vor beziehen sie den Besatz von heimischen Züchtern. Vorstand Bichler sieht so den Verein mit Blick auf Qualität und unkomplizierte Zusammenarbeit auf richtigem Weg.

Anzeige

Dann, im Juni, kam das Hochwasser. Gerade vor dem Hintergrund der erschreckenden Schäden im Achental machte sich nach Aufregung Erleichterung breit. Das Hochwasser hatte feinen Sand in den Stelzer Weiher geschwemmt, doch das erwies sich rückblickend als tragbar. Nur auf weiteren Besatz verzichteten die Fachleute, damit sich die Nahrungsgrundlage für die Fische im Weiher erholen kann.

Fischwettbewerbe: Teilnahme war wechselhaft

Bei den Fischwettbewerben an den Gewässern waren Teilnahme und Fang wechselhaft. Zum Anfischen am Stelzer traten im April 25 Erwachsene und sechs Jungfischer an. Sie erzielten an Menge und Qualität einen überzeugenden Fang. Philip Bielecki gewann bei der Jugend mit einer Regenbogenforelle von 1250 Gramm, Markus Ager bei den Erwachsenen mit einer von 1550 Gramm. Das Königsfischen fand trotz schönstem Wetter im Juli mit insgesamt 20 Fischern weniger Resonanz. Gerade das war ein spannender Tag, weil ein 95 Zentimeter großer Graskarpfen mit rund 30 Pfund dem Grillmeister Reinhard Böhme einen packenden Wettbewerb lieferte. Unter den Augen der fachkundigen Mitfischer verweigerte der Fisch dem Vorjahressieger lange die Königswürde. Erst am Ende hatte der Fisch ein Einsehen, schilderte Vorstand Bichler das Geschehen. Auch der 85 Zentimeter lange und rund 20 Pfund schwere Schuppenkarpfen des Jugendkönigs Felix Frank konnte sich sehen lassen (wir berichteten).

Wie aus dem Kassenbericht von Rudi Ager deutlich wurde, haben Feste wie das Fischerfest und der Kirchweihmarkt für den Verein eine besondere Bedeutung. Sie bringen für den Verein einen hohen Arbeitsaufwand mit sich. Da sieht der Vorstand Bichler leichten Aufwind, denn über 800 eingetragene Stunden wurden vom 91 Mitglieder starken Verein (77 Erwachsene, 14 Jungfischer) erbracht. Unerreichtes Vorbild war einmal mehr Gewässerwart Manfred Bichler. 85 Stunden investierte Bichler allein in die Pflege der vereinseigenen Gewässer.

Arbeit wird heuer noch mehr werden

Gut die Hälfte an Stunden verlangt das eigene Fischerfest mit Auf- und Abbau. Abseits des Stundenkontos haben wieder einmal Frauen und Freunde die Fischer großartig und uneigennützig unterstützt, hob Bernd Bichler heraus. Zum Dank plant die Vorstandschaft für ausschließlich die Helfer des Fischerfests und des Kirchweihmarkts für den 15. Februar einen zünftigen Ausflug zur Nattersbergalm.

In diesem Jahr wird die Arbeit eher mehr, stellte Bichler in der Vorschau in Aussicht. Neben der Gewässerpflege und den Ortsveranstaltungen beteiligen sich die Fischer am Seeräuberspiel am 1. März. Sie helfen bei Auf- und Abbau. Und auch der Einladung der Gebirgsschützen zum Wiedergründungsjubiläum und Bataillonsfest Mitte Juli werden die Fischer folgen. Die Vorstandschaft plant einen Festwagen zum Umzug. Bichler warb um Unterstützung auch dieser Feste: »Das ist Pflicht im Rahmen der Dorfgemeinschaft. Wenn wir helfen, helfen uns andere auch.«

Da ist schon einiger finanzieller Umsatz, den der Fischereiverein im Vereinsjahr bewegt, erwies der Kassenbericht von Rudi Ager. Vor allem die Gewässerpacht und Besatzmaßnahmen bringen hohe Ausgaben. Ausgaben in einer Höhe, die sich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden nicht decken lassen. Da gelingt es den Mitgliedern mit Einsatz bei Fischerfest und Kirchweihmarkt, die Kosten zu decken und jetzt – in 2013 – sogar ein geringes Plus zu erwirtschaften.

Gesucht: ein neuer Jugendleiter

Der Vorstand rief auf, einen neuen Jugendleiter zu finden. Jugendleiter Patrick Wachsmut hatte sich zur Versammlung entschuldigt. Er sieht sich derzeit beruflich starken Belastungen ausgesetzt. Die ließen ihm keinen Raum, seiner Aufgabe im Verein in dem Umfang nachzugehen, den er für erforderlich hält. lukk