weather-image
22°
Satzung einstimmig verabschiedet – Geselligkeit und Hilfe für Bedürftige Hauptanliegen des Vereins

Arbeiter- und Burschenverein wird eingetragener Verein

Wonneberg. Der Arbeiter- und Burschenverein Weibhausen-Wonneberg mit seinen 423 Mitgliedern wird ein e.V. – also ein eingetragener Verein. Dem angepassten und aktualisierten Satzungsentwurf haben die rund 70 Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Gruber in Weibhausen einstimmig zugestimmt.


Die geänderte Satzung beziehungsweise der Eintrag ins Vereinsregister haben das Ziel, die Haftungssituation zu verbessern. Denn bisher, so informierte Vorsitzender Manfred Kroiß, hätten im Extremfall nicht nur der Vorstand, sondern alle Mitglieder des Vereins haftbar gemacht werden können. Mit der neuen Satzung wolle man dies ausschließen. Der Text war, wie Kroiß informierte, aus fünf verschiedenen Satzungen und angelehnt an die neue Gausatzung speziell für den Arbeiter- und Burschenverein Weibhausen-Wonneberg zusammengestellt worden, in einer Weise, »wie sie für uns passt«. Die Vorarbeiten oblagen im Wesentlichen den Vorstandsmitgliedern Gustl Georg, Dominik Abstreiter und Georg Stief.

Anzeige

So gewährt der Verein, wie in der Satzung neben all den juristisch notwendigen Paragrafen ausdrücklich formuliert ist, »Mitgliedern, die unverschuldet in Not geraten sind, oder deren hinterbliebenen Angehörigen eine Hilfe«. Zudem bekennt sich der Verein dazu, »Gemeinschaft, Geselligkeit und kulturelle Werte zu fördern«, und auch die »Teilnahme an kirchlichen und weltlichen Veranstaltungen sowie die Unterstützung sozialer Einrichtungen im Vereinsgebiet« zählen zu den Vereinszwecken. Mitglied werden kann »jede männliche Person mit gutem Leumund«. Das Mindestalter beträgt 16 Jahre.

Dass Geselligkeit und Gemeinschaft tatsächlich im Mittelpunkt des Vereinslebens standen, zeigte der Jahresrückblick des Vorsitzenden. Teilnahme an Festen benachbarter Vereine sowie bei den Veranstaltungen innerhalb der Gemeinde standen auf dem Programm. Mit dabei war der Verein beim Leonhardi-Ritt, bei einem Asphaltturnier (abgeschlossen mit Platz zwei), bei einem Fußballturnier und bei der Gaudi-Olympiade (jeweils Platz drei) und nicht zuletzt mit einem Stand beim ersten St. Leonharder Adventsmarkt. Gut angenommen wurden das Ferienprogramm-Angebot in der Bäckerei Kotter und der Vereinsausflug auf eine Alm.

Auch der andere wesentliche Zweck des Vereins wurde erfüllt: Eine ganze Reihe von Spenden ging an bedürftige Familien innerhalb der Gemeinde und an den Sozialfonds, wie der Kassenbericht von Gustl Georg auswies. So ist die Kassenlage insgesamt sehr ordentlich, weist aber gerade wegen hoher Spenden ein deutliches Minus aus, das jedoch aus den Reserven problemlos abgedeckt werden kann.

Dem Kassier und seiner Kasse, die »wie immer in bester Ordnung« sei, wurden Entlastung erteilt, und Bürgermeister Mayr, der zusammen mit Alois Eder die Kasse geprüft hatte, nahm die Gelegenheit wahr, sich als Bürgermeister vom Verein zu verabschieden. »Eine schöne lange Zeit« habe er als Bürgermeister mit dem Arbeiter- und Burschenverein verbracht und stets gut mit ihm zusammengearbeitet.

Er erinnerte daran, dass es vor Jahren nicht einfach gewesen sei, einen Nachfolger für den damaligen Vorsitzenden Georg Heinrich zu finden, bis dann aber Charly Eder »Ja« gesagt habe. Ihm sei es auch für die Zukunft wichtig, so Mayr, dass der Verein aktiv bleibe und genügend Mitglieder gewinnen könne – »als Halt und für das Zusammengehörigkeitsgefühl junger Leute«.

Die Vereine in der Gemeinde Wonneberg helfen zusammen und organisierten auf diese Weise herausragende Veranstaltungen. Zum Schluss bedankte sich Mayr für all die ehrenamtliche Unterstützung und sprach den Wunsch aus, sein Nachfolger möge dies ebenso tun. Vorsitzender Kroiß dankte für die Zusammenarbeit und wünschte dem scheidenden Bürgermeister alles Gute für die Zukunft. he