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April, April, der macht was er will

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Frühlingskontraste gab es im April reichlich. Im Vordergrund blüht der Löwenzahn, die Wiesen sattgrün, am Horizont leuchten die Berge voller Neuschnee. (Foto: Niederbuchner)

Traunstein – Der April 2017 machte seinem Namen alle Ehre.


Mit Sonne und leichter Bewölkung begann der Monat, um dann sofort Regen und Schauer zu bringen. Am zweiten April-Wochenende lockte das Wetter dann zum Grillen und zu Ostern gab es starke Regenfälle, sodass auch der Georgiritt darunter zu leiden hatte. Gleich nach Ostern überraschte die Autofahrer noch einmal der Schnee, genauso zum Ende des Monats.

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Verabschiedet hat sich der April mit einem wunderschönen sonnigen Tag. Fast den ganzen April über gab es kalten polaren Nord-Ostwind, der die Aufenthalte im Freien doch sehr beeinträchtigte. Vormittags war es meist windstill, um die Mittagszeit setzte dann der kalte Wind ein. Aufgrund der doch teils sonnigen Tage blühte ab Mitte April der Löwenzahn schon sehr zahlreich. Durch die teils doch kalten Nächte und den Spätfrost fürchteten viele Bauern und Hobbygärtner um ihre Pflanzen und die Obstbaumblüten.

Mit 19 Sonnentagen lag der April etwas unter dem Durchschnitt von 22 Tagen seit 1974. Den Spitzenwert brachte der April 2011 mit 30 Tagen Sonne, dagegen gab es im April 1980 nur 11 Tage Sonnenschein. Bei den Niederschlagswerten lag die Wetterstation Traunstein über dem Durchschnitt. An 16 Tagen gab es Niederschlag, davon sogar an fünf Tagen mit Schnee und an zwei Tagen davon auch mit Graupelschauern. Der Durchschnitt ist hier 14 Tage Niederschlag, davon an vier Tagen mit Schnee und an einem Tag mit Graupel. Hier war der April 1980 mit 17-mal Schneefall der Spitzenmonat, 2002 und 2009 gab es dagegen keine Schneefälle und Graupel ist auch sehr selten.

Diesen April gab es viermal Nebel, auch das über dem Durchschnitt von einem Tag. Nachtfrost gab es sechsmal, das ist durchschnittlich. 1991 gab es 18-mal Nachtfrost, aber es gab auch drei Jahre, in denen es keinen Frost gab. Tagsüber sank das Thermometer im April nie unter 0 Grad. An 22 Tagen erreichte die Wetterstation zweistellige Tagestemperaturen, das ist auch der Durchschnitt, und an drei Tagen über 20 Grad. Sommertemperaturen erreicht der April äußerst selten auch dieses Jahr nicht.

Hier war der April 2012 eine besondere Ausnahme. Damals gab es fünf Tage über 25 Grad und einmal sogar über 30 Grad. Mit 8,6 Grad Durchschnittstemperatur liegt der April 2017 nur gering über dem Mittelwert von 8,3 Grad. Der kälteste am Traundamm gemessene April war 1980 mit nur 4,8 Grad, der wärmste April erreichte 12 Grad 2009 und 2011. Die wärmste Nacht war diesmal am 13. mit 10,7 Grad, die kälteste Nacht am 21. mit minus 3,1 Grad; der wärmste Tag am 10. mit 23,6 Grad und der niedrigste Tageshöchstwert am 28. mit nur 3,4 Grad. Die Spitzenwerte der Vergangenheit: Nachts 12,8 Grad am 17. April 2013 und minus 7 Grad am 13. April 1986; tagsüber 31,1 Grad am 28. April 2012 und nur 2 Grad am 12. April 1986. mh

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