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Anton Wimmer ist neues Mitglied im Bergener Gemeinderat

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Anton Wimmer (links) ist neues Mitglied des Gemeinderats Bergen. Bürgermeister Stefan Schneider (rechts) nahm die Vereidigung vor. (Foto: Humm)

Bergen – Anton Wimmer (CSU) ist neues Gemeinderatsmitglied in Bergen. Er ist Nachfolger von Thorsten Lohner, der wegen eines Wohnungswechsels nach Grassau nicht mehr für den Bergener Gemeinderat tätig sein kann. Bürgermeister Stefan Schneider vereidigte ihn in der jüngsten Gemeinderatssitzung.


Diplom-Ingenieur Philipp Höbel referierte über die Entwässerungssituation in Bergen. Bergen verfüge über ein Kanalnetz von gut 65 Kilometern. Er ging besonders auf die Ortsteile Holzhausen und Bernhaupten ein, in denen das Kanalnetz bald saniert werden muss. Bei der Kanalbefahrung in Holzhausen wurde festgestellt, dass es undichte Rohrverbindungen, Riss-Schäden und Verengungen der Rohre durch eingewachsene Wurzeln gibt.

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Der Ingenieur sagte, im Rahmen der anstehenden Sanierung und Erweiterung der Kläranlage müsste das Entwässerungskonzept zusammen angegangen werden und meinte, damit könnte auch die Hochwasserproblematik wesentlich entschärft werden. Er empfahl dem Gremium, sich für eine Objektplanung auszusprechen und hält den Beginn der Sanierungsmaßnahmen im kommenden Jahr für notwendig.

Schneider gab bekannt, dass neben dem Umsetzen des Entwässerungskonzepts die Sanierung bzw. die Erweiterung der Bergener Kläranlage ansteht. Nach Aussage des Bürgermeisters liegt ein Schreiben des Landratsamts vor mit dem Inhalt, dass die Gemeinde im kommenden Jahr einen Zeitplan über geplante Maßnahmen aufstellen muss. Schneider kündigte an, dass bei der Aufstellung des Haushalts 2015 dafür Mittel bereitgestellt werden.

Wolfgang Wimmer, Geschäftsführer des Ökomodells Achental, informierte über Elektromobilität, Ökoflächen und Energiecoaching. Wimmer sprach über die 15 Ladestationen für E-Mobile und E-Bikes in den 17 Mitgliedsgemeinden. Der Strom der Ladestationen ist noch kostenlos. Er sprach sich für die Einführung eines Projektkoordinators aus. Das Pilotprojekt werde 2015 umgesetzt und soll Mitte 2016 abgeschlossen sein.

Zum Thema Ökoflächen sagte er, dass sich in Bayern die landwirtschaftlichen Nutzflächen um zehn Prozent reduziert haben. Gut bewirtschaftete Flächen müssten daher gesichert werden und Almflächen sollten besser gefördert werden. Das Ökomodell Achental habe bereits ein Ausgleichsflächenkonzept geplant, das »Interkommunales Ausgleichsflächenkonzept Achental« heißen wird.

Zum Thema Energiecoaching sprach er sich für die Einstellung eines Klimaschutz-Managers aus. Dieser würde sich um den Ausbau erneuerbarer Energien kümmern, bestehende Energien fördern und sich um Einsparungsmöglichkeiten von Wärme und Strom kümmern. Der Gemeinderat sprach sich für eine Teilnahme am Modellprojekt »Elektromobilität im ländlichen Raum« aus. Die Kosten belaufen sich auf 12 000 Euro. Der Gemeinderat beschloss außerdem die Interkommunale Zusammenarbeit beim Breitbandausbau mit den Gemeinden Grabenstätt, Vachendorf und Bergen.

Ernst Lüdiger, Organisator des Bergen-Treffens 2015, das vom 14. mit 17. Mai stattfinden wird, berichtete über den aktuellen Sachstand und sagte, seit 1995 wird das Treffen alle zwei Jahre veranstaltet. Acht Orte mit dem Namen Bergen beteiligen sich daran. Neben dem Festsaal Bergen wird ein Zelt für etwa 1200 Personen aufgebaut. Am 14. Mai ist für die Gäste der Anreisetag mit Empfang, am Tag darauf können Ausflüge oder Wanderungen im Chiemgau unternommen werden, so Lüdinger. Am 16. Mai gibt es einen ökumenischen Gottesdienst auf dem Hochfellngipfel, am Nachmittag präsentieren sich beim Dorfbrunnen die Gastgemeinden bei einem Markt. Am Abend findet ein Heimatabend im Zelt statt. OH

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