weather-image
-3°

Anton Kathrein mit 61 Jahren gestorben

3.8
3.8
Bildtext einblenden
Anton Kathrein starb unerwartet in der Nacht zum Dienstag im Alter von 61 Jahren.

Der Rosenheimer Unternehmer Anton Kathrein ist tot. Der Chef des weltgrößten Antennenherstellers Kathrein und Vorsitzende des bayerischen Zentralverbandes Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) sei unerwartet in der Nacht zum Dienstag im Alter von 61 Jahren gestorben, teilte das Unternehmen in Rosenheim mit. Politik und Wirtschaft reagierten bestürzt auf den Tod Kathreins.


»Mit Anton Kathrein verliert Bayern unerwartet und viel zu früh einen seiner profiliertesten und erfolgreichsten Köpfe, einen vorbildlichen Menschen und ein echtes Aushängeschild für den Freistaat«, sagte Ministerpräsident Horst Seehofer. »Für die Bayerische Staatsregierung war Professor Kathrein stets ein hoch geschätzter, kompetenter Gesprächspartner.« Mit unermüdlichem Tatendrang und vorbildlichem sozialen, ehrenamtlichen und kommunalpolitischen Engagement habe sich Kathrein nicht nur um sein Unternehmen und dessen Mitarbeiter verdient gemacht, sondern sich auch in Verbänden und Kammern für die Wirtschaft seines Heimatlandes Bayern unermüdlich eingesetzt. »Anton Kathrein wird uns sehr fehlen«, so der Ministerpräsident.

Anzeige

Kathrein hatte nach dem Tod seines Vaters noch als Student die Führung des Unternehmens übernommen. Er galt als streitbar und unbequem. In seinem Unternehmen war er persönlich haftender und geschäftsführender Gesellschafter. »Sämtliche Firmenangelegenheiten sind entsprechend eines Notfallplanes geregelt«, heißt es in der Mitteilung. Der Konzern ist nach eigenen Angaben der weltgrößte Hersteller von Antennen und beschäftigt rund 6600 Menschen. 2011 lag der Umsatz bei rund 1,3 Milliarden Euro. In Grassau ist die Firma Katek, eine Tochter der Kathrein-Unternehmensgruppe Rosenheim, der größte Arbeitgeber.

»Für die Marktgemeinde ist der Tod von Anton Kathrein ein großer Schock«, sagte gestern Josef Grießenböck, der Zweite Bürgermeister von Grassau. Er hofft auf ein Fortbestehen der Firma Katek in Grassau im Sinne von Anton Kathrein. Sein Mitgefühl und das der Marktgemeinde gilt vor allem der Familie: »Wir wünschen Ihnen viel Kraft in den schweren Stunden.«

»Anton Kathrein war leidenschaftlicher Bayer und lebte die Soziale Marktwirtschaft«, sagte Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil. »Auch ich persönlich verliere mit Toni Kathrein einen echten Freund und klugen Ratgeber.« Auch der Präsident der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, Randolf Rodenstock, reagierte schockiert: »Die Lücke, die er hinterlässt, ist nicht zu füllen.«

Tief bestürzt und mit großer Trauer reagierte IHK-Präsident Erich Greipl auf den unerwarteten Tod seines Vizes: »Anton Kathrein war der Inbegriff einer erfolgreichen und verantwortungsvollen Unternehmerpersönlichkeit«, sagte Greipl.

- Anzeige -