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Ansprechendes Wiesengrab gesegnet

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Pfarrer Andreas Horn segnete das neue Wiesengrab im Grassauer Friedhof. (Foto: T. Eder)

Grassau – Ein friedlicher und ansprechender Ort der letzten Ruhe wurde mit dem neuen Wiesengrab im hinteren Bereich des Grassauer Friedhofs geschaffen. Pfarrer Andreas Horn segnete die neue Ruhestätte. Informationen zum Entstehen gab Bürgermeister Rudi Jantke. Musikalisch umrahmt wurde die kleine Feier vom Alphorntrio mit Hans Schmuck, Sebastian Krause und Wolfgang Diem.


Die Anregung, ein Wiesengrab zu schaffen, sei von dem örtlichen Agenda-Kreis und hier speziell von Angelika Drost gekommen, sagte Bürgermeister Jantke. Der Entschluss der Gemeinde, ein Wiesengrab zu schaffen, beruhe auch auf dem Wunsch der Bevölkerung nach mehr Urnenbestattungen. »Dieser Wunsch wird das Erscheinungsbild des Friedhofs verändern«, betonte der Bürgermeister. Im Grassauer Friedhof gebe es bereits einige Bestattungsmöglichkeiten, wie Erdgräber, Urnenwände, Urnengräber, Anonyme Gräber wie auch das Grab für Sternenkinder (ungeborene Kinder). Nun kann mit dem Wiesengrab eine weitere Alternative angeboten werden. Dieses ansprechende Wiesengrab bereichere den Friedhof, so Jantke, der informierte, dass die Stele in der Mitte des kreisrunden Grabes, umfasst von einem Kieselsteinweg und unterteilt in vier Felder, aus Muschelkalk bestehe. In den vier Seiten der 2,60 Meter hohen Stele, gefertigt von Fritz Seibold jun., können die Namen der Verstorbenen angebracht werden.

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»Gesellschaft und Bestattung sind im Wandel und auch die Art und Weise, sich von den Toten zu verabschieden, hat sich verändert«, erklärte Pfarrer Andreas Horn. In seiner Kindheit wurde noch von Gottesacker gesprochen, heute spricht man von Friedhof als den Ort der letzten Ruhestätte. Grassau habe hier einen guten Ort gefunden und schön gestaltet, zwar reduziert aber dennoch mit zwei religiösen Symbolen, sagte er und verwies auf den Weg als Kreis ohne Anfang und Ende und das Kreuz, das diesen Kreis in vier Felder unterteilt.

Wie Fritz Seibold informierte, kommt der Stein der Stele aus Unterfranken, aus der Würzburger Gegend, ist rund 235 Millionen Jahre alt und wiegt 2150 Kilogramm. Verziert ist die rechteckige, 2,60 Meter hohe und 60 Zentimeter breite Stele mit einem Reliefband aus jeweils sechs Blättern pro Seite. An den Seiten der Stele ist Platz für jeweils 24 Namen in Bronzebuchstaben. In den Wiesenflächen vor jeder Seite können die kompostierbaren Urnen bestattet werden. In diese Wiesenflächen, die vom Bauhof gepflegt werden, dürfen keine Blumen gepflanzt und auch keine Gebinde oder Kerzen abgestellt werden. Dafür ist die Stele mit Blumen und Ziergräsern umringt. tb

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