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Anschub für die Städtepartnerschaft mit Italien

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Übersee. Um eine Vertiefung der Städtepartnerschaft zum süditalienischen Monte San Biagio ist der Überseer »Freundeskreis« um Anton Stefanutti bemüht. Bei einem Treffen wurden jetzt mit einer großen Teilnehmerzahl mögliche Schritte besprochen. Höhepunkt soll heuer eine Bürgerfahrt im Herbst zur Partnerstadt zwischen Rom und Neapel werden.


Bei der Gründung der Städtepartnerschaft zwischen Übersee und dem rund 800 Kilometer entfernten Monte San Biagio im August 2008 haben die Verantwortungsträger von einem Pflänzchen gesprochen, das in Zukunft gehegt und gepflegt werden müsse.

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»Mittlerweile wächst die Pflanze so vor sich hin, lässt aber keine neuen Triebe erkennen«, beschreibt Stefanutti vom »Freundeskreis« den momentanen Ist-Zustand der Partnerschaft. Ohne die Aktivitäten der Feldwieser Trachtler mit ihren Besuchen und Gegenbesuchen sähe es sogar »ziemlich mies« aus, gab er unumwunden zu. Auch in Monte San Biagio sei ein kleiner Stillstand erkennbar. Das soll heuer nun anders werden. Wie Stefanutti ausführte, will man mit einigen Unternehmungen und mittelfristigen Plänen die Partnerschaft wieder ankurbeln.

Ein glühendes Plädoyer für die Freundschaftsbande zu Monte San Biagio hielt Marianne Jauernig von den Feldwieser Trachtlern mit ihrer Schilderung von der jüngsten Fahrt von 24 Aktiven nach Italien und dem Besuch einer italienischen Delegation im vergangenen Dezember in Übersee. Auch Ex-Bürgermeister Franz Gnadl appellierte an die Überseer Jugend, die Chance wahrzunehmen, um eine andere Kultur kennenzulernen.

Als nächste Aktivität steht heuer für die zweite Oktoberwoche eine einwöchige Bürger-Busfahrt für rund 40 Teilnehmer zu erschwinglichen Preisen nach Monte San Biagio an. Vorgesehen sind dabei nicht nur Begegnungen mit der von Bayern begeisterten Bevölkerung und eine Stadtrundfahrt, sondern auch Ausflüge in die Nachbarorte und die Umgebung.

Fest eingeplant ist auch ein Besuch von etwa 15 Jugendlichen aus Monte San Biagio im kommenden Jahr, wobei nicht nur der Spaßfaktor im Mittelpunkt stehen soll. Die Jugendlichen sollen vor allem Betriebe im Ort, eventuell auch BMW in München, kennenlernen. Angedacht ist laut Stefanutti darüber hinaus auch ein Besuch italienischer Musikgruppen in Übersee.

»Als leidenschaftliche Liebhaber der bayerischen Wirtshauskultur wünschen sich unsere Partner darüber hinaus noch ein Bierfest mit Zelt, bayerischem Bier, Hendl und Brezen in Monte San Biagio«, berichtete Stefanutti weiter.

Die jetzige Planungsphase hierzu richtet sich nach seinen Worten zunächst einmal auf die Rahmenbedingungen. So bemühten sich zurzeit die kommunalen Verantwortungsträger in Monte San Biagio um einen Wirt, der als Veranstalter fungieren und sich im Vorfeld um Genehmigungen und Verträge kümmern soll. Parallel dazu habe man laut Stefanutti bereits Gespräche mit dem Wirt der »Feldwies« geführt, der von der Überseer Seite her für die Ausstattung und das nötige Equipment sowie das Know-how sorgen könnte. bvd