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Annemarie Funke folgt auf Wolfgang Giese

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Landrat Hermann Steinmaßl (3. von links) gratulierte dem neuen Vorstand der Kreisverkehrswacht: Schriftführer Markus Ertl (von links), Vorsitzende Annemarie Funke, Schatzmeister Hans Zillner, Geschäftsführer Johannes Schmauß und Zweiter Vorsitzender Johann Mayer. (Fotos: Wittenzellner)
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Der bisherige Vorstand der Kreisverkehrswacht, Wolfgang Giese (von links), ehrte Reinhard Rode, Herbert Schißler, Gabriele und Reiner Liebetruth.

Traunstein. Eine neue Vorsitzende hat die Kreisverkehrswacht: Annemarie Funke wurde bei der Hauptversammlung gewählt. Sie löste Wolfgang Giese ab, der das Amt seit 2004 innehatte und sich nicht mehr zur Wahl stellte.


In seinem Bericht betonte Giese, dass die Hauptunfallursache auf den Straßen »der Mensch selbst durch sein Fehlverhalten« sei, wozu besonders überhöhte Geschwindigkeit gehören würde. Die Verkehrswacht versuche hier, mit Geschwindigkeitsanzeigegeräten aber auch mit Plakaten zu sensibilisieren. Er wies darauf hin, dass die Jugendverkehrsschule, deren Schulungen von den Verkehrserziehern der Polizei durchgeführt werden, jährlich über 80 vierte Klassen mit rund 1700 Schülern bis hin zur Erlangung des Fahrradführerscheins schulen und prüfen würde.

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Es gibt 153 000 zugelassene Fahrzeuge im Landkreis

Giese zeigte die Notwendigkeit der Sicherung von Schulwegen durch den freiwilligen Dienst der Schülerlotsen auf. Wobei die Schulreform dazu geführt habe, dass an einigen Schulen keine Schülerlotsen mehr eingesetzt werden können, fügte er hinzu. Diese Dienste würden nun von 42 Erwachsenen verrichtet. Er warb für das Fahrertraining »Können durch Erfahrung«. In seinem Rückblick berichtete er auch über die vielen Aktivitäten der Kreisverkehrswacht. Dazu gehören Informationsstände, Verkehrssicherheitstage und die Zusammenarbeit mit der Kreisverkehrswacht Berchtesgadener Land.

Landrat Hermann Steinmaßl machte deutlich, dass Mobilität ein wesentliches Element für die Entwicklung eines Raumes sei. »Die Mobilität dient den Bedürfnissen der Menschen«, sagte der Landrat. Dies gelte auch für den Verkehr und Verkehrsanbindungen in der Region. Die Bedeutung der Mobilität zeige sich oft auch dann, wenn diese eingeschränkt sei, betonte Steinmaßl. Er führte als Beispiel die zuletzt wegen des Hochwassers gesperrte A 8 im Bereich von Grabenstätt an.

Er gab statistische Zahlen bekannt: Von 170 000 Einwohnern seien rund 140 000 fahrtüchtig, es gäbe 153 000 zugelassene Fahrzeuge im Landkreis. Die Unfallzahlen seien im Berichtsjahr 2012 um 2,5 Prozent leicht gestiegen. Es gab weniger Verletzte (1108 gegenüber 1143), dafür aber mehr Tote (16 gegenüber 13).

Finanzieller Spielraum für Aktivitäten

Schatzmeister Werner Linhardt berichtete über die vergangenen beiden Jahre. »Es läuft finanziell alles in sehr geordneten Bahnen«, sagte er. Die finanziellen Mittel bewegen sich im Bereich eines untersten fünfstelligen Betrages. Zuwendungen der Landesverkehrswacht, von Gerichten verhängte Bußgelder und Mitgliedsbeiträge der Landkreisgemeinden waren Haupteinnahmequellen. Investitionen in die Jugendverkehrsschule waren auf der Ausgabenseite Hauptkostenfaktor. »Wir haben Spielraum für Aktivitäten«, sagte der Schatzmeister, der nach rund 20 Jahren nicht mehr zur Wahl stand.

Wolfgang Giese betonte, dass er aus beruflichen und persönlichen Gründen das Vorstandsamt abgeben müsse. Er wolle sich für den Verein trotzdem um die Zuweisung von Bußgeldern aus Strafverfahren bemühen. »Ich habe das Amt gerne ausgeführt«, sagte er. Der Kreisverkehrswacht tue aber ein Wechsel ganz gut.

Annemarie Funke, Geschäftsführerin der Lebenshilfe Traunreut, wurde als neue Vorsitzende gewählt. Sie wolle sich der Herausforderung stellen, sagte sie. Zweiter Vorsitzender bleibt Johann Mayer. Zum Schatzmeister wurde Traunsteins Zweiter Bürgermeister Hans Zillner gewählt. Schriftführer ist weiterhin Markus Ertl. Als Geschäftsführer ist Johannes Schmauß tätig.

Für verkehrssicheres und unfallfreies Fahren wurden vier Kraftfahrer geehrt. Gabriele Liebetruth (Traunreut) ist 40 Jahre unfallfrei unterwegs. 50 Jahre sind es bei Reiner Liebetruth (Traunreut) sowie Reinhard Rode und Herbert Schißler (beide Traunstein).

In seinem Fachvortrag erklärte Peter Maltan vom Staatlichen Bauamt Traunstein die Eckpunkte des Verkehrssicherheitsprogramms 2020 der Bayerischen Staatsregierung. Besonders auf den Landstraßen solle die Unfallhäufigkeit reduziert werden, so der Referent. awi