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Anleger wollen Geld zurück

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Traunstein. Nach dem juristischen Erfolg von Anlegern, die vor der Fünften Zivilkammer am Landgericht Traunstein mit Vorsitzendem Richter Dr. Karl Bösenecker im Oktober gegen eine Vermögensberatungsfirma mit Sitz in Traunstein auf Schadensersatz wegen fehlerhafter Anlageberatung geklagt hatten, trudelte eine zweite Welle mit nochmals 15 Klagen gegen das gleiche Unternehmen ein.


Zum ersten Block mit ebenfalls mehr als einem Dutzend Klagen zählen noch zwei Fälle, die am heutigen Freitag um 9 und um 11 Uhr verhandelt werden. Es geht um Biokraftwerke in Österreich. Die bisher erfolgreichen Kläger glaubten, das Traunsteiner Unternehmen sei Hauptaktionärin der Kraftwerks AG. Tatsächlich aber war das deren österreichische Tochterfirma. Im Kern sämtlicher Verfahren geht es darum, ob das klar herausgestellt wurde.

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Angesichts der vielen Verfahren, die alle einen ähnlichen Sachverhalt aufweisen, befasst sich nicht mehr die komplette Kammer mit den jeweiligen Rechtsstreitigkeiten. So leitet Richter am Landgericht Christian Richter als Einzelrichter die heutigen Verhandlungen. Gemäß allen bisherigen Traunsteiner Entscheidungen in dieser Angelegenheit können die Kläger an die Beklagte jeweils vor Jahren erworbene, bislang weder ertragreiche noch handelbare Aktien zurückgeben und bekommen im Gegenzug ihre Anlagesummen in kompletter Höhe zurück – ausnahmslos plus Zinsen und teils zuzüglich des entgangenen Gewinns.

Insgesamt geht es um mehrere Hunderttausend Euro und einen identischen Hintergrund. Die beklagte Firma akzeptierte die bisherigen Urteile der Fünften Zivilkammer allerdings nicht und legte Revision zum Oberlandesgericht in München ein. Von dort liegt noch keine Entscheidung dazu vor, wie Vorsitzender Richter Dr. Karl Bösenecker auf Anfrage des Traunsteiner Tagblatts mitteilte. kd