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Angestrebter Investitionsbedarf erreicht

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Schleching. Auf der dritten Arbeitskreissitzung zum Thema »Dorfladen« gemeinsam mit den gewählten fünf Beiratsmitgliedern hielt der Vorsitzende Dr. Jan Bodo Sperling Rückblick auf die Gründungsversammlung der Unternehmensgesellschaft »Dorfladen Schleching UG und Still« im Oktober und informierte über den derzeitigen Stand der Zeichnungen von 147 Gesellschaftern mit 49 700 Euro. Als Investitionssumme zur Eröffnung eines Dorfladens waren rund 50 000 Euro angenommen worden.


Die enorme Beteiligung der Schlechinger Bürger sei eine ungeheuer starke Bestätigung des Wunsches nach einem Dorfladen, der vom genossenschaftlichen Gedanken geprägt ist und nicht auf Gewinnmaximierung abzielt, so Dr. Sperling. In dem Dorfladen solle achtsam mit regionalen Produkten umgegangen, auch Erzeugnisse aus landwirtschaftlicher und regionaler Herstellung angeboten und die Einbindung der Bürger garantiert werden.

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Weiter berichtete Dr. Sperling über ein Gespräch mit Thomas Gaßner, Grassau, und Manfred Mix, Schleching, als Kaufinteressenten des Anwesens Weiß, zu dem der jetzige Frischeladen gehört. Demnach seien die Verkaufsverhandlungen abgeschlossen und die notarielle Bestätigung stehe kurz bevor. Nach den Plänen von Gaßner und Mix werde der Frischeladen zum 31. Dezember geschlossen.

Nach ihren Ausführungen wollen Gaßner und Mix einen Laden mit neuem Konzept selbst betreiben, wobei zwei Personen für die Geschäftsführung und eine weitere Teilzeitkraft vorgesehen seien. Weitere Arbeitskräfte, zum Beispiel für die Anlieferung und Einsortierung der Waren, sollen aus hilfebedürftigen, aber arbeitsfähigen Menschen aus Pflegeheimen mit Rehabilitationscharakter abgedeckt werden, die Gaßner betreibt. Gaßner und Mix gehen davon aus, dass die geplante Geschäftsführung den neuen Laden nach einer Übergangszeit von etwa zwei Wochen Mitte Januar 2013 eröffnen könne.

Darüber hinaus planen Gaßner und Mix eine »Käserei mit Verzehrbereich«, erwarten aber Gespräche mit der »Bürgergemeinschaft« über dieses Projekt und über eine Zusammenarbeit mit dem neuen Laden.

Das Ergebnis der anschließenden Diskussion mit dem Beirat und den Mitgliedern des Arbeitskreises war mehrheitlich, unabhängig von der von Gaßner und Mix geschilderten Situation die Vorbereitungen für einen Dorfladen im genossenschaftlichen Sinn standortunabhängig im Arbeitskreis fortzuführen. Zwei Läden seien allerdings betriebswirtschaftlich nicht tragbar, betonte Joseph Weiß.

Der externe Dorfladen-Berater Wolfgang Gröll wies darauf hin, dass in Bezug auf das Anwesen Weiß erst Rechtssicherheit bestehen müsse. Bis zur Entscheidungsreife seien noch parallele Arbeiten erforderlich. Zum Verständnis der Personalplanung von Gaßner und Mix erläuterte Gröll die »Integrations-Märkte«, zum Beispiel die Selbstbedienungs-»Cap-Märkte« (von Handicap), bei denen der Einsatz von Personal mit schwächeren Leistungen durch Ausgleichszahlungen gefördert werde.

Dr. Sperling wird Gaßner und Mix zu einem Informationsgespräch entweder mit dem Beirat oder dem gesamten Arbeitskreis einladen. bre