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Angelika Nistler ist neue Ortsheimatpflegerin

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Der Gemeinderat Vachendorf bestellte Angelika Nistler zur neuen Ortsheimatpflegerin. Bürgermeister Rainer Schroll wünschte ihr alles Gute für ihre Tätigkeit. (Foto: Buthke)

Vachendorf – In seiner jüngsten Sitzung bestellte der Vachendorfer Gemeinderat Angelika Nistler einstimmig zur neuen Ortsheimatpflegerin. Sie tritt damit die Nachfolge von Josef Fischer an, der sein Amt nach 15 Jahren Tätigkeit niedergelegt hat und vor kurzem verabschiedet wurde.


Bürgermeister Rainer Schroll erklärte, Fischer habe seine Aufgabe sehr ruhig und kompetent ausgeführt. Schroll zeigte Verständnis dafür, dass er nach so langer Zeit Schluss gemacht hat. Besonders freute es ihn aber, dass sich Fischer selbst noch um seine Nachfolge gekümmert habe und Nistler dafür gewinnen konnte.

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Die gebürtige Rheinländerin sagte, sie lebe bereits über 50 Jahre in Vachendorf, sei im Gemeinderat gewesen und habe sich aktiv an der 1200-Jahr-Feier beteiligt. Heimatkunde und Geschichte haben sie schon immer interessiert. Sie werde zwar ins kalte Wasser geworfen, aber es sei eine Aufgabe, die sie bestimmt freuen werde.

Nistler sei die erste weibliche Gemeinderätin in Vachendorf gewesen, nun werde sie die erste weibliche Ortsheimatpflegerin, meinte der Bürgermeister. Es sei kein Sonderfall, dass jemand in den Ort komme und sich dafür interessiere, wohin er gekommen sei. Viele hätten Interesse an der neuen Heimat und wollten sich dafür engagieren, so Schroll.

Einstimmig genehmigte das Gremium auch einen Antrag der Volksbank-Raiffeisenbank Oberbayern Südost eG auf Genehmigungsfreistellung zum Einbau einer zusätzlichen Wohneinheit im Gebäude der Volksbank-Raiffeisenbank in Vachendorf sowie zur Aufstellung von drei Bürocontainern auf dem Grundstück als Ausweichlokal während der Bauarbeiten, die voraussichtlich im September abgeschlossen sein sollen. Bürgermeister Schroll betonte, dass die Bank nicht schließen, sondern sich nur verkleinern wolle. Sie bleibe als Beratungsbank am Ort. Der Raum soll als familiengerechte Wohnung genutzt werden. Der Stellplatznachweis sei vorhanden. Es gebe neun Stellplätze für die Wohnungen und fünf für die Bank.

Schließlich befassten sich die Gemeinderäte noch mit einem Antrag der Gemeinde Inzell auf Anpassung der kommunalen Förderung zu den Gastschulbeiträgen der Musikschule Inzell. Schroll erklärte, der Gastschulbeitrag von 200 Euro sei seit 2006 unverändert. Die Gemeinde Inzell wolle nun 228,20 Euro pro Schüler. Für die Gemeinde Vachendorf seien dies etwa 500 Euro Mehrkosten. Dies sei überschaubar, so der Bürgermeister.

Es gebe aber noch den Musikverein Vachendorf, der sehr gute ehrenamtliche Arbeit mit Jugendlichen leiste, so Schroll weiter. Er stellte deshalb die Frage in den Raum, ob die Gemeinde im Zuge einer Gleichbehandlung den Zuschuss von 200 Euro ebenfalls um 28,20 Euro erhöhen sollte. Die möglichen Mehrkosten dafür bezifferte er mit 1000 Euro.

Walter Ponath meinte, man sollte ohne Not nichts machen, zumal es unterschiedliche Betreuungsangebote gebe. Dem stimmte Marlies Kruse zu. In Inzell würden andere Instrumente unterrichtet. Zudem stelle die Gemeinde die Räume unentgeltlich zur Verfügung. Ferner kämen immer wieder einmal Anträge für die Beschaffung von Instrumenten in den Gemeinderat. Das Gremium stimmte daher dem Antrag der Gemeinde Inzell zu. Ferner erklärte er, dass er die ehrenamtliche Arbeit des Musikvereins weiterhin bei Bedarf unterstützen werde. Bjr