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Anbau für Mittagsbetreuung und Ganztagsschule

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Zwischen dem ehemaligen Montessori-Holzbau (links), in dem Mittagsbetreuung und Ganztagsschule angesiedelt sind, und der Grundschule (rechts) soll ein Anbau entstehen. Die Zahlen der Kinder, die diese Betreuungsangebote nutzen, steigt nämlich immer mehr an. Jetzt soll ein Architekt die günstigste Standortlösung ermitteln. (Foto: H. Eder)

Waging am See. Mittagsbetreuung und Ganztagsschule erfreuen sich in Waging großer Beliebtheit. Für das kommende Schuljahr gibt es so viele Anmeldungen, dass die Gemeinde schnellstmöglich zusätzliche Räume schaffen will. Angedacht ist ein Anbau am ehemaligen Montessori-Holzbau neben der Grundschule, in dem Mittagsbetreuung und Ganztagsschule angesiedelt sind. Der Gemeinderat vergab den Auftrag an ein Planungsbüro, für einen solchen Anbau – der auch wieder abbaubar sein soll – die günstigste Variante zu suchen.


Einer Skizze zufolge soll der Anbau – eine Holzkonstruktion – direkt neben der Grundschule entstehen. Dazu müsste die dortige Garage ebenso entfernt werden wie einige Bäume. Eine weitere Idee wäre ein Bau auf dem Grundschul-Grundstück, wodurch aber der Pausenplatz eingeschränkt würde; außerdem ist der Brandschutz nicht geklärt. Nach einiger Diskussion legte sich der Gemeinderat nicht auf eine Fläche fest, sondern will sich vom Planungsbüro Vorschläge machen lassen.

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Laut Bürgermeister Herbert Häusl nehmen 43 Mittelschüler an der Ganztagsschule teil, 35 Grundschüler an der Mittagsbetreuung. Für das neue Schuljahr sei die Tendenz steigend: Bereits 86 Anmeldungen liegen vor. Von daher müsse die schon jetzt sehr angespannte Raumsituation dringend gelöst werden. Den zusätzlichen Raumbedarf wolle man mit einem etwa zwölf mal acht Meter großen Holzgebäude schaffen; darin sollen ein Hausaufgaben- und ein Gruppenraum enthalten sein. Die Kosten schätze man auf etwa 60 000 Euro, was aber von Baufachleuten im Gemeinderat als wohl etwas zu vorsichtig geschätzt bezeichnet wurde.

Christian Reiter brachte als Alternative Container zur Sprache und wurde von Michael Lamminger und Ulli Heigermoser unterstützt – eine Containerlösung sei wesentlich günstiger und flexibler. Wenn man diese außen mit Holz verkleide, gebe es optisch praktisch keinen Unterschied zu einem Holzgebäude, hieß es. Auch Konrad Heigermoser, der beruflich mit Jugendlichen arbeitet, sah in einer Containerlösung keine Probleme: Wichtig sei die Innenausstattung. Gerade für die Ganztagsschule, in die ja nicht alle ganz freiwillig gehen, sei eine einladende, ansprechende Atmosphäre sehr wichtig.

Gleichzeitig, so Häusl weiter, platze der Kindergarten aus allen Nähten. Man wisse bald nicht mehr, wohin mit den Kindern; schon jetzt sei eine Kindergartengruppe in der Kinderkrippe angesiedelt. Von daher könnte man sich auch für den Kindergarten einen Notbehelf in dem zu schaffenden Gebäude vorstellen. Für einen solchen Bau drängt zwar einerseits die Zeit, andererseits gibt es aber Bedenken der Mieter in dem angrenzenden Wohngebäude, dem ehemaligen Kloster, die »nicht besonders erfreut« darüber seien, wie der Bürgermeister sagte. Auch gegen die mögliche Fällung der Bäume sei bereits ein Einspruch gekommen. he

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