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Anbau für einen guten Zweck

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Der knapp zweijährige Seppi ist davon überzeugt: Am besten schmeckt der Zuckermais frisch vom Feld.

Traunreut. Poletzky ist der Name für ein Gemeinschaftsprojekt junger begeisterter Landwirte, die seit fünf Jahren auf einer etwa zwei Tagwerk großen Anbaufläche zwischen Traunwalchen und Frühling Kartoffeln für einen guten Zweck anbauen. Zuletzt floss der Gewinn aus der Ernte an das Kinderheim St. Josef in Traunstein.


Die fünf jungen Landwirte aus Traunwalchen verbindet neben ihrem sozialen Engagement auch eine besondere Leidenschaft zu Oldtimer-Traktoren. Deshalb wird die bestellte Ernte mit einem 16 PS starken Schlepper der Marke Eicher aus den 1950er Jahren an die Kunden im Dorf ausgefahren. »Das ist jedes Mal eine Mordsgaudi, wenn der alte 16er Eicher durch das Dorf rattert«, sagte Frank Janetzky dem Traunsteiner Tagblatt.

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Janetzky und seine Mitstreiter – Johannes und Andreas Pollak, Maxi Helminger und Thomas Thaler – haben ihr Projekt um eine Idee erweitert und heuer erstmals auch Zuckermais angebaut. Der Zuckermais oder Süßmais ist eine Maissorte, die bei der Reife erst sehr spät ihren süßen Geschmack verliert und keinen ausgeprägten mehligen Geschmacksanteil zeigt.

Die Maiskolben eignen sich hervorragend für Popcorn oder man legt ihn einfach auf den Grill. Am besten schmeckt das kaliumreiche Getreide frisch vom Feld. Spaziergänger können sich ab sofort für einen kleinen Obolus, der ebenfalls in den Spendentopf fließt, mit dem süßen Getreide eindecken. Das mit Sonnenblumen (auch diese können für einen kleinen Obolus gepflückt werden) und einer bunten Blumenmischung gesäumte Feld, liegt entlang der alten Frühlinger Straße am südöstlichen Ortsausgang von Traunwalchen. ga