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Anbau an Tagesschule soll bis Herbst fertig sein

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Grassau. Über eine positive Schülerzahlentwicklung informierte Schulleiter Johannes Zeitel in der Schulverbandssitzung in Grassau. So werde es im kommenden Jahr zwei Schulklassen mehr geben. Der Schwerpunkt liege auf der Bildung kleinerer Klassen, so Zeitel.


Im Mittelschulbereich werde großer Wert auf die Berufsvorbereitung gelegt, sagte Zeitel. Während der Berufsfindung werden Schüler, die sich bei Bewerbungen eher schwer tun, angeleitet. Mit den siebten Klassen wurde eine dreitägige Berufsorientierung durchgeführt und in den achten Klassen ein einwöchiges Berufsorientierungscamp in Berchtesgaden organisiert. Zudem werden Berufs-Praktika angeboten. Für die Sozialarbeit stehen im kommenden Jahr zwei Damen zur Verfügung, die sich die Stelle teilen und auch in der Ganztagsschule mitarbeiten. Somit gebe es eine bessere Verzahnung. Für die Ganztagsschule seien bereits 47 Schüler angemeldet, die in drei Gruppen aufgeteilt werden.

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Zeitel erinnerte zudem an den Jugendförderpreis, den die Schule erhalten hat, und auch an das Verpflegungscoaching. Ein Höhepunkt sei auch das Projekt Museum Salz und Moor der sechsten Klassen gewesen, die für die Sonderausstellung Amphibien getöpfert hatten. Wie Zeitel informierte, wurden die Pausenhöfe der Grund- und Mittelschüler getauscht. Somit haben die Grundschüler nun den größeren Platz und mehr Bewegungsmöglichkeiten. Auch der Pausenverkauf wurde nach außen verlegt. Mit dem Anbau für die offene Ganztagsschule wurde bereits begonnen. Zeitel hofft, dass die Baumaßnahmen bis zum Schuljahresbeginn abgeschlossen sind.

Laut der Prognosen sollte die Schülerzahl eigentlich abnehmen. Nach dem derzeitigen Stand werden aber im kommenden Jahr 30 Schüler mehr unterrichtet. Dies seien vor allem Rückkehrer aus der Realschule und dem Gymnasium. Im kommenden Schuljahr soll zudem die Kooperation mit der Musikschule im Mittelschulbereich gestärkt werden. Verändern werden sich die Schulzeiten. So wird der Unterricht künftig fünf Minuten später, also um 7.50 Uhr beginnen. Die erste Pause wird statt 15 Minuten auf 20 Minuten verlängert und Unterrichtsschluss ist dann um 12.55 Uhr, also entsprechend zehn Minuten später.

Ein großes Anliegen sei die Alarmierung im Brandfall und die Vernetzung der Alarmierung im gesamten Schulbereich. Diese müsse dringend verbessert werden. Laut Verwaltungschef Robert Höpfner liege hierfür eine Kostenschätzung zwischen 75 000 bis 80 000 Euro vor. Ursprünglich wurden hierfür 30 000 Euro veranschlagt. Trotz der Mehrkosten wird die Maßnahme durchgezogen. Ebenfalls werde die Gemeinde Grassau die Renovierung der Toiletten vornehmen.

Laut Zeitel, werden die Inklusionsklassen weitergeführt und auf drei Klassen verteilt. Die Inklusionsklassen seien eine Bereicherung für die gesamte Schule, betonte der Rektor.

Staudach-Egerndachs Bürgermeister Hans Pertl, 2. Vorsitzender des Schulverbands, freute sich über die steigenden Schülerzahlen. Die Anzahl der Rückkehrer aus den weiterführenden Schulen zeige, dass die Mittelschule Grassau einen besonderen Stellenwert genieße und an Attraktivität gewonnen habe.

Schließlich informierte Höpfner, dass im kommenden Jahr die Grassauer Schule im Rahmen der Evaluation begutachtet werde. Drei Lehrer und eine Person aus der Wirtschaft werden den Unterricht besuchen, das Schulhaus ansehen und einen Bericht verfassen. Auch eine Fragebogenaktion an die Eltern sei damit verbunden. tb