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An keinem Januartag gab es Dauerfrost

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An elf Tagen gab es im Januar Niederschlag, an 14 Tagen zeigte sich die Sonne.

Traunstein – Der Januar 2018 war der zweitwärmste, seit Manfred Huber mit den Wetteraufzeichnungen 1974 in Traunstein begonnen hat. Mit 3,3 Grad Durchschnittstemperatur lag dieser Januar erheblich über dem Mittelwert von minus 0,7 Grad und nur gering über dem wärmsten Januar. Das war 2007, damals wurden 3,6 Grad erreicht.


Der kälteste Januar an der Station am Traundamm war 1985 mit minus 6,2 Grad. Bei den Tagestemperaturen war diesmal der 29. Januar mit 13,3 Grad der wärmste Tag des Monats. Die niedrigste Tagestemperatur war am 14. Januar mit 0,7 Grad, es gab also den ganzen Januar kein einziges mal Dauerfrost.

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Die kälteste Nacht war diesmal am 22. Januar mit nur minus 4,9 Grad und die wärmste Nacht war am 30. mit plus 5,4 Grad. Die Spitzenwerte liegen hier wesentlich höher. Am 10. Januar 2015 wurden 17,4 Grad erreicht und am 13. Januar 1987 notierte Huber den niedrigsten Tageswert mit minus 14 Grad.

Nachts wurde am 8. Januar 1985 mit minus 26 Grad der niedrigsten Wert und mit neun Grad am 13. Januar 2004 die wärmste Nacht verzeichnet. Im Januar 2018 gab es 15 Nachtfrost, aber nie mit extremen Werten. Tagsüber wurden an sieben Tagen zweistellige Pluswerte erreicht. Der Durchschnitt liegt hier bei 24-mal Nachtfrost und zwei Tage mit zweistelligen Temperaturen. Es wurden aber keine neuen Spitzenwerte erreicht. Rekordhalter ist der Januar 2010, mit 31-mal Nachtfrost und sogar 22-mal Dauerfrost.

Bei den anderen Wetterwerten war der Januar 2018 nicht ganz so extrem, doch in manchen Punkten wich er vom Durchschnitt ab. An 14 Tagen zeigte sich die Sonne, das war nur gering unter dem langjährigen Wert von 16 Sonnentagen. Am meisten Sonne wurden 1999, 2008 und 2014 erreicht, damals waren es jeweils 23 Tage, 1976 dagegen nur sechs.

Niederschlag gab es diesmal an elf Tagen, davon fünfmal mit Schnee und einmal mit Graupel. Die Schneefälle waren zwar heuer im Januar nicht sehr ergiebig, doch sorgten sie etwa am 17. Januar für erhebliches Verkehrschaos in der Großen Kreisstadt. Im Durchschnitt gab es an 14 Tagen Niederschlag, neunmal mit Schnee und einmal Graupel. Die meisten Niederschläge wurden 2016 mit 22 Tagen verzeichnet und die meisten Tage mit Schneefall im Januar 1986 mit 16 Tagen. Heuer hatten wir an zehn Tagen Nebel. Doppelt so viel als der Durchschnitt, jedoch noch weit hinter dem Januar 1996, damals waren es sogar 22 Nebeltage.

Was war sonst noch Besonderes an Wetterkapriolen und in der Natur? Gleich Anfang Januar und dann auch nochmal Mitte des Monats fegten über Traunstein jeweils ein Sturmtief hinweg, diese kündigten sich jedoch schon einen Tag vorher durch rasant fallenden Luftdruck an.

Die Natur ist durch die relativ milden Temperaturen auch schon bald aus der Winterstarre erwacht. So zeigten sich bereits Mitte Januar die ersten Knospen der Schneeglöckchen, die dann auch zehn Tage später, nach kurzem Schneeintermezzo, aufblühten. Am 30. Januar zeigten sich dann auch die ersten Knospen der Winterlinge. MH

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