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Amtsperiode der Kirchenverwaltung ist zu Ende

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Ein wichtiger Moment in der 24-jährigen Dienstzeit als Kirchenpfleger in der Pfarrei Waging war für Hans Meyer (von links) die Unterschrift unter den Vertrag mit der Orgelbaufirma Kaps aus München für den Bau der neuen Orgel in Mühlberg, hier zusammen mit Pfarradministrator Markus Moderegger und Orgelbaumeister Christoph Kaps. (Archivfoto: Eder)

Waging am See. Die sechsjährige Amtszeit der Waginger Kirchenverwaltung ist mit dem Jahreswechsel zu Ende gegangen. Hinter dem sechsköpfigen Gremium liegt eine Menge Arbeit - mit der Innen- und Außenrenovierung der Waginger Pfarrkirche, der Einweihung der neuen Mühlberger Orgel und der Kindergartensanierung als Höhepunkten. Kirchenpfleger Hans Meyer, der nach 24 Jahren nicht mehr kandidiert hat, spricht von einer sehr guten Teamarbeit der Kirchenverwaltung, der außer ihm Josef Egger, Herbert Lechner, Hans Meyer, Gabi Pinkl, Martina Schmidt und Hubert Wimmer angehört haben.


In der neuen Kirchenverwaltung in Waging sind mit Dr. Bärbel Strunck, Ansgar Weinmann und Klaus Spiegelsperger drei neue Mitglieder. Sepp Egger, Gabi Pinkl und Martina Schmidt gehören auch weiterhin der Kirchenverwaltung an, die sich am 24. Januar ihren neuen Vorsitzenden wählen wird.

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Hans Meyer hat 60 Jahre ehrenamtlich für die Pfarrei gearbeitet – vom Ministranten unter den Pfarrern Franz Ringmair und Josef Scherer bis zum Kirchenpfleger. In den vier Amtsperioden erlebte er auch die vier Pfarrer, die in diesen 24 Jahren in Waging ihr Amt ausgeübt haben: Josef Neumann, Josef Kraller, Pater Marian Wos und Andreas Ager.

Der scheidende Kirchenpfleger würdigte auch den großen Einsatz der Vereine, allen voran den Katholischen Frauenbund und die Kolpingfamilie, die bei den Projekten der Pfarrei tatkräftig und mit erheblichen finanziellen Mitteln mitgeholfen haben: etwa bei der Restaurierung der historischen Steinstufen zu den Emporen in der Pfarrkirche, der Rollstuhl-auffahrt zur Kirche, zum Treppenlift, zur Restaurierung des Katakomben-Heiligen St. Viktor und des Heiligtums über dem Tabernakel der Mühlberger Kirche.

Meyer erinnerte in einem Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt an die große Spendenbereitschaft der gesamten Bevölkerung: ob es für die Kirchenrenovierungen war, für die Mühlberger Orgel oder auch mit der groß angelegten Patenschaftsaktion für die Votivtafeln in der Wallfahrtskirche Maria Mühlberg; oder wie die Waginger Vereine mit der Idee der Pfingstdult viel Geld für kirchliche Maßnahmen erwirtschaftet haben.

Als Hans Meyer 1988 in die Kirchenverwaltung und dann zum Kirchenpfleger gewählt worden war, erarbeitete das Gremium als erstes einen Bauschadenskatalog. Alle Immobilien der Pfarrei wurden über prüft, um herauszufinden, was in den nächsten Jahren oder Jahrzehnten an Renovierungen ansteht. Koordiniert und begleitet von der Kirchenverwaltung wurden die Arbeiten erledigt.

»Und eine Handvoll ist noch übrig«, stellte Meyer fest. Dass das in all den Jahren bei den großen Maßnahmen und den damit verbundenen hohen Summen nicht immer einfach war, liegt auf der Hand. Mit Schrecken erinnert sich Hans Meyer an das Jahr 1993, als die finanzielle Lage so prekär wurde, dass er eine Haushaltssperre verfügen musste.

Für ihn wurde das Herangehen an die Aufgabe als Kirchenpfleger von seinem Beruf als Schreiner und Restaurator allerdings dadurch etwas erleichtert, da er schon über vielfältige Kontakte nicht zuletzt zu kirchlichen Stellen verfügte. So war es ganz natürlich, dass sein Schwerpunkt die Denkmalpflege sowie die Restaurierung und der Erhalt der kirchlichen Gebäude war. Und so wurde er schnell zur Anlaufstelle für alle technischen Bereiche in der Pfarrei.

Ein Weiteres ist Meyer wichtig zu betonen: Ohne den Rückhalt seiner Frau Maria, die ihm stets den Rücken frei gehalten hat und ihn in seinem Tatendrang nie eingeschränkt hat, wäre die Erfüllung all der Aufgaben in der Form und in dem Umfang nicht möglich gewesen. he

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