weather-image
22°

Amphibienwanderung beginnt wieder

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Frösche, Kröten und Molche werden sich bald auf den Weg zu ihren Laichgewässern machen. Das Landratsamt ruft Autofahrer darum zur Vorsicht auf.

Wegen des anhaltend milden Wetters wird die Frühjahrswanderung der Frösche, Kröten und Molche bald beginnen. Sobald die Abendtemperaturen rund fünf Grad erreichen, machen sich die Tiere bevorzugt bei Regenwetter wieder auf den häufig sehr beschwerlichen Weg zu ihren Laichgewässern. Weil die Amphibien auf ihrem Weg dorthin häufig Straßen überqueren müssen, ruft die Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt Traunstein auch in diesem Jahr alle Autofahrer auf, besonders in der Dämmerung vorsichtig zu fahren.


Auch Tiere, die »zwischen die Räder« genommen, also nicht unmittelbar verletzt werden, verenden wegen der sich unter dem Fahrzeug aufbauenden starken Luftdruckunterschiede, wenn das Auto schneller als mit 30 km/h unterwegs ist. Wenn also Amphibien auf der Straße sind, sollte man diese Geschwindigkeit nicht überschreiten. Vor allem an warmen und regnerischen Abenden verlassen die Tiere jetzt ihre Winterquartiere, um zu ihren Laichplätzen in Feuchtgebieten oder Tümpeln zu gelangen. Eine wirkungsvolle Schutzmaßnahme sind deshalb die vom Landratsamt Traunstein angeordneten Beschilderungen. Für das Überleben der Tiere stellen ehrenamtliche Helfer zudem mobile Amphibienzäune auf. Sie sammeln die Amphibien entlang der Zäune ab und bringen sie sicher zu den Laichplätzen. Folgende Abschnitte sind dabei besonders betroffen: die Staatsstraße 2355 bei Bock/Engelsberg, die Kreisstraße TS 31 Seeon-Truchtlaching, die Kreisstraße TS 14 bei Eglhart, die Waldhofstraße in Nußdorf, Sondermoning, Egerer und Langenspach sowie die Bundesstraße 305 bei Froschsee/Ruhpolding.

Anzeige

Einer der bedeutendsten Übergänge befindet sich an der Kreisstraße TS 5 zwischen Staudach-Egerndach und Bergen. Hier gewähren – wie bei Seeon – fest installierte Amphibientunnel den Tieren größtmögliche Sicherheit.

Besondere Vorsicht ist im Bereich der Bundesstraße 305 zwischen Ruhpolding und Reit im Winkl geboten. Hier wandern die Tiere an manchen Nächten zu Tausenden über die Fahrbahn, wodurch die Straße auf verantwortungsvolle Weise nicht mehr befahrbar ist. In solchen Fällen ist die Bundesstraße aus Gründen des Tierschutzes und auch der Verkehrssicherheit für die Nachtstunden gesperrt.

Zudem bittet die Behörde darum, die Kellerschächte auf Amphibien zu kontrollieren und gegebenenfalls die Tiere wieder in die Freiheit zu entlassen.