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Ampeln in Traunreut: Nach fast vier Monaten noch nichts geschehen

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Foto: pixabay

Traunreut – Über ein Vierteljahr ist es her, dass Verkehrsreferent Roger Gorzel eine genaue Überprüfung der Kalibrierung der Ampeln im gesamten Stadtgebiet gefordert hat.


In der jüngsten Stadtratssitzung bekräftigte er seine Forderung. »Es sind seit dem einstimmigen Bauausschussbeschluss schon fast vier Monate vergangen und was ist in der Zwischenzeit passiert?« Eine Firma war diesbezüglich mittlerweile mehrmals im Stadtgebiet.

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Gorzel forderte eine sofortige Umsetzung des Beschlusses vom Januar. »Es müssten jetzt ja Zahlen vorliegen und ich erneuere hiermit meinen Antrag auf Neukalibrierung der Ampeln im Stadtgebiet und Abschaltung der Linksabbiege-Lichtzeiten«, so Gorzel. Die Firma wurde vor Monaten mit einer Verkehrszählung an den Ampelanlagen beauftragt.

Aktuelle Ergebnisse liegen noch nicht vor

Dass das Ergebnis der Zählung insbesondere vom Kreuzungspunkt Werner-von-Siemens-Straße/Münchner Straße noch nicht vorliegt, hängt offenbar mit der erneuten Sperrung der Staatsstraße 2104 (Waginger Straße) zusammen. Bedingt durch die Umleitung über die Werner-von-Siemens-Straße könnte sich hier ein falsches Ergebnis ergeben, hieß es.

Man warte, dass die Firma was vorlegt, rechtfertigte sich die Verwaltung. Daraufhin zog Gorzel seinen Antrag zwar zurück, plädierte aber mit Nachdruck um eine zeitnahe Ausführung. Außerdem forderte, er die grünen Pfeilampeln zu entfernen.

Die Zählung soll Aufschluss darüber geben, wie viele Fahrzeuge an den Verkehrsanlagen in welche Richtung fahren. Daran anknüpfend sollen die Ampelanlagen auf der Basis eines 24-Stunden-Testbetriebes geschaltet werden, um nach der Testphase festzustellen, ob Handlungsbedarf bei den Schaltzeiten besteht.

Hans Kneffel (CSU) erinnerte daran, dass auch an der Ampelanlage in Matzing die Schaltzeiten nicht richtig abgestimmt seien. »An dieser Stelle kracht es regelmäßig. Wir sollten nicht einfach zuschauen«, betonte Kneffel. Seine Forderung, eine andere Firma zu beauftragen, wäre nach Aussagen von Bürgermeister Klaus Ritter nicht möglich, da es offensichtlich nur diese eine Firma gebe, die diese Arbeiten ausführe.

Neue Schaltzeiten führen zu Irritationen

Auslöser war die Auf- und Umrüstung der Ampelanlagen in vergangenen Jahr, insbesondere an der Kreuzung Münchner-Straße/Werner-von-Siemens-Straße. Die neuen Schaltzeiten führen seither zu Irritationen unter den Autofahrern, Fußgängern und Radfahrern und gleichzeitig zu langen Wartezeiten.

Konrad Unterstein (FW) bestätigte als zweiten Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Traunreut, dass es sich an der besagten Kreuzung um einen Unfallschwerpunkt handle. »Das ist ein eindeutiger Unfallschwerpunkt. Man sollte den Druck aufbauen. Denn es brennt wirklich an dieser Kreuzung«, forderte Unterstein. ga

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