weather-image
19°

Am Wanderweg zum Balsberg gibt es jetzt eine Antoniuskapelle

4.0
4.0
Bildtext einblenden
Diakon Erik Oberhorner (links) und Pfarrer Klaus Wernberger weihten die Antoniuskapelle am Wanderweg zum Balsberg. (Foto: Flug)

Unterwössen. Trotz der Hitze kamen zur feierlichen Weihe der neuen Antoniuskapelle am Wanderweg zum Balsberg mehrere 100 Gäste. Mit einem Salut eröffnete die Gebirgsschützenkompanie Wössen/Achental die Feier. Die Schlechinger Alphornbläser und die Blechbläser der Musikkapelle Wössen unter Leitung von Jochen Langer sorgten für die musikalische Umrahmung.


Ein schmiedeeisernes Kreuz ziert den Giebel. Hinter der Eichentür im Sandsteinrahmen stehen schlichte Kirchenbänke. Durch bunte Fenster fällt das Sonnenlicht. Auf der schweren marmornen Altarplatte steht eine einzigartige in Holz gearbeitete Antoniusskulptur des Bildhauers Andreas Kuhnlein. Innen hängt eine Glocke neben der Tür. Zwei Ruhebänke stehen im Außenbereich, Beete mit frischen Blumen schmücken den Eingang.

Anzeige

Erbauer und Stifterfamilien der Kapelle sind die Familien Manfred und Hans Höglauer. Hans Höglauer verwies auf das Jahr 1791, als die Unterwössner den Heiligen Antonius zum Zweitpatron ihrer Pfarrkirche erkoren. Bernhard Greimel, Kirchenpfleger der Pfarrkirche St. Martin, hatte die Baupläne der Kapelle entworfen. Er erläuterte den architektonischen Reiz. Er verwies auf die besonders abgesetzte Apsis. Dieser halbkreisförmige Gewölbeteil am vom Weg abgewandten Kapellenende birgt den Altar mit der Antoniusfigur. Das Kreuz auf dem Dach ist dem Gipfelkreuz des Hohen Göll nachempfunden, trägt aber im Kern eine geschmiedete Lilie.

»Unterwössen ist um ein gottgefälliges Wahrzeichen reicher geworden«, meinte Bürgermeister Hans Haslreiter in seinem Grußwort. Auch diese Kapelle in der schönen Landschaft des Chiemgaus sei, wie alle anderen Zeuge einer inneren Haltung in der Region, die sich deutlich zum christlichen Glauben bekenne. »Ich danke den beiden Familien Höglauer ganz herzlich. Ihr habt eure Kapelle mit viel Herzblut und Liebe zum Detail gebaut,« wandte sich Haslreiter an die Erbauer. »Darauf könnt ihr stolz sein.« Mit einem Dank an alle, die am Bau mitgewirkt haben, verband Hans Höglauer eine lange Reihe von Geschichten der Bauphase. Regina und Karoline Höglauer schilderten sehr persönliche Gedanken zu diesem Bauwerk.

Manfred Höglauer, der kräftig mithalf, erklärte die Idee zum Bau der Kapelle. Sie ist den Brüdern Höglauer auf Wanderungen gekommen, wenn sie dort Kapellen immer als besondere Wegpunkte empfunden hatten. Wenn die Menschen in weitaus schwierigeren Zeiten Kraft und Mut gehabt hätten, solche Kapellen zu errichten, müsse das, dachten sich die Brüder, erst recht heute möglich sein. Die Antoniuskapelle soll Dank und Mahnung für das Leben in einer friedvollen Region und wunderschöner Landschaft sein, ergänzte Hans Höglauer.

Feierlich weihten Pfarrer Klaus Wernberger und Diakon Erik Oberhorner die Kapelle. Ein eindrucksvolles Ave Maria, gesungen von Suzanne Calabro-Schmuck, schloss die Andacht. Sigi Maier begleitete sie an der Harfe. Munter ging die Feier mit Musik und einem denkwürdigen Auftritt eines jungen, vielköpfigen Familienchores Höglauer zu Ende. lukk