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Am Samstag ist am Flughafen Salzburg der Teufel los

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Auch wenn Freilassinger an den vergangenen Samstagen subjektiv einen anderen Eindruck hatten, nach den offiziellen Verkehrszahlen geht die Zahl der Landungen an Wintersamstagen zurück, so zumindest der Vergleich mit der Saison 2007/2008, dem Jahr vor Ausbruch der Wirtschaftskrise.

Salzburg. Rund 1,7 Millionen Passagiere wurden 2013 am Flughafen Salzburg abgefertigt. Das bedeutet einen minimalen Rückgang von nicht einmal einem Prozent. Ausgesprochen groß ist nach wie vor der Andrang an den Samstagen in der Wintersaison.


Ein Blick auf den aktuellen Flugplan zeigt, dass wochentags etwa 25 Starts und Landungen von großen Passagiermaschinen erfolgen. An den Samstagen im Winter steigt der Flugverkehr um ein Vielfaches: Ein Blick auf den Flugplan für den kommenden Samstag zeigt zum Beispiel, dass rund 90 Starts und ebensoviele Landungen vorgesehen sind.

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Nach Wien mit rund 21 Millionen Passagieren ist Salzburg die Nummer zwei unter Österreichs Airports. In Salzburg nimmt vor allem der Linienverkehr zu, während der Charterverkehr abnimmt. Von den 1,7 Millionen Passagieren sind 1,1 Millionen Fluggäste im Linienverkehr und 600 000 im Charterverkehr. Während im Linienverkehr die Zahl der Passagiere um 3,9 Prozent zugenommen hat, gibt es im Charterverkehr einen deutlichen Rückgang, vor allem bei Flügen von Salzburg aus. Die Zahl der Charterflüge mit Ziel Salzburg sei dagegen fast unverändert.

»Besonders spürbar ist der Rückgang des Charterverkehrs an den verkehrsreicheren Wintersamstagen«, so Flughafen-Geschäftsführer Roland Hermann. Für den Vergleich wählt der Flughafen die letzte Wintersaison vor der Wirtschaftskrise, 2007 auf 2008 waren es demzufolge 1365 Landungen an den Samstagen, in diesem Winter schätzen die Flughafen-Verantwortlichen weniger als 1200 Landungen. »Das entspricht einem Minus von mehr als 13 Prozent«, so Hermann. Vergleichszahlen zum vergangenen Jahr nannte er allerdings nicht. Der Airport-Manager sieht darin eine positive Entwicklung, »weniger Landungen an den Samstagen brachten eine Entlastung für Salzburg und Bayern, dieser Trend setzt sich eindeutig fort.«

Dennoch ist an den Samstagen am Flughafen und im Luftraum in Flughafennähe der Teufel los: Am kommenden Samstag werden bereits zwischen 6.10 und 7 Uhr in der Früh die ersten drei Maschinen aus Moskau erwartet. Im Laufe des Tages werden viele weitere Maschinen aus Skandinavien, dem Baltikum und aus Russland erwartet: aus Göteborg, Kopenhagen, Stavanger, Oslo, Stockholm, Helsinki, Riga, Vilnius, Tallinn und Sankt Petersburg.

Für die Anwohner in Salzburg und Freilassing bedeutet das natürlich eine deutlich höhere Lärmbelästigung als an Wochentagen; vor allem auch deshalb, weil bisweilen auch ältere Maschinen eingesetzt werden, deren Triebwerke möglicherweise etwas lauter sind als die von neuen Maschinen.

Für 2014 freut sich der Flughafen, dass die Lufthansa-Gruppe alle Verbindungen nach Frankfurt, Köln und Wien auch weiter bedient. Gleichzeitig hat die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines bekannt gegeben, dass sie auch in Salzburg im Juni ihre Ticketschalter schließen wird, die eigenen Check-In-Schalter bleiben bestehen. Begründet wird das »Aus« mit dem stark zugenommenen Ticketverkauf über das Internet, auch der Telefonverkauf hat den Schalterverkauf weitestgehend ersetzt. Ein Rückzug aus den Bundesländerflughäfen sei das allerdings nicht, stellte eine Sprecherin der AUA fest.