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Am Montag geht’s in der Bahnhofstraße los

Am Montag soll es los gehen: Als letzte Maßnahme der Ortsverschönerung von Waging im Rahmen der Städtebauförderung wird die Bahnhofstraße neu gestaltet. (Foto: H. Eder)

Waging am See. Endspurt in Sachen Städtebauförderung in Waging am See: Ab Montag beginnen die Arbeiten an der Bahnhofstraße, teilt die Gemeinde mit. Dabei wird der gesamte Straßenbereich von sämtlichen Oberbauschichten und Graniteinfassungen freigelegt und neu aufgebaut. Im Zuge der Maßnahme werden teilweise auch die Leitungen der Gemeindewerke (Strom, Wasser und Kanal) sowie die Straßenbeleuchtung erneuert. Bis Ende November, also »noch vor der Frostperiode«, wie Bauleiter Franz Schwangler sagt, sollen die Bauarbeiten beendet sein – und damit auch die, sich über Jahrzehnte hinziehende, Ortskernsanierung im Rahmen der Städtebauförderung.


Für diese Maßnahme gibt es auch einen Zuschuss, der sich auf etwa 50 Prozent belaufen dürfte. Alles inklusive dürften die Arbeiten laut Schwangler nicht mehr als 350 000 Euro kosten. Zuschüsse gibt es, wie er ausdrücklich betont, aber auch für die Anwohner an der Bahnhofstraße, wenn sie ihre Fassaden erneuern wollen. Wer einen neuen Anstrich machen will, wer seine Fenster auswechseln oder sonst seine Hausansicht verschönern will, kann bei der Gemeinde einen Antrag stellen. Nicht bezuschusst werden dagegen etwa Wärmedämmmaßnahmen. Das hat in der Vergangenheit gut funktioniert: Man muss sich nur die schön herausgeputzten Häuser etwa an Marktplatz oder Salzburger Straße anschauen.

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Einige Unbequemlichkeiten

Bevor hier aber alles in neuer Schönheit erstrahlt – mit viel Pflaster, Bäumen, neuen Straßenlaternen – müssen sich die Anwohner auf einige Unbequemlichkeiten einstellen. Die Gemeinde hat alle Betroffenen angeschrieben, wie von Gemeinde und Bauleitung betont wird. Es werde zu »Beeinträchtigungen« kommen, heißt es in dem Schreiben an die Anlieger. Aber es werde dafür gesorgt, dass die Anlieger immer zu ihren Häusern fahren können und dass Geschäfte und Arztpraxen stets zugänglich sein werden. Lediglich bei den Asphaltierungsarbeiten, die allerdings nur einen Tag dauern sollen, müsse komplett gesperrt werden. Für den Durchgangsverkehr bleibt die Straße jedoch zu, Umleitungen sind ausgeschildert.

Und damit es nach Beendigung der Bauarbeiten keine Streitigkeiten gibt, weil durch die Arbeiten möglicherweise Schäden an den Gebäuden entstanden sein könnten, wird vorher eine Bestandsaufnahme beziehungsweise Beweissicherung gemacht, bei der alle bereits vorhandenen Schäden erfasst werden. Das hat die Gemeinde in Auftrag gegeben, berichtet Schwangler.

Nach all den Arbeiten, dem Lärm und dem Staub und der schwierigen Anfahrt solle sich das Ganze aber gelohnt haben, meint man bei der Gemeinde. In dem Anschreiben an die Anlieger wird zunächst um Verständnis gebeten, dann aber darauf hingewiesen, dass »durch die Neugestaltung eine erhebliche Verbesserung in Sachen Verkehrssicherheit und des optischen Erscheinungsbildes erreicht« werde, »wovon Sie als Anlieger profitieren«.

Keine Kosten für Anlieger

Kosten entstehen den Anliegern nicht, betont Schwangler, obwohl etwa auch alle Kanal-Hausanschlüsse entlang der Straße erneuert und überall Kontrollschächte gesetzt werden. Konkret beinhalten die Arbeiten die Asphaltierung der 170 Meter langen und danach 5,50 Meter breiten Bahnhofstraße, mit gesägtem Granitklein-stein gepflasterte Gehwege, Parkplätze, die mit Großpflaster belegt sind, 14 neue Bäume und auch Fahrradständer. Gleichzeitig werden auf beiden Straßenseiten die bisherigen Engstellen auf den Gehwegen beseitigt und teils auch die Vorbereiche vor den Geschäften erweitert – so weit es die Gegebenheiten erlauben, was deswegen leichter ist, weil die Fahrbahn auf 5,50 Meter verschmälert wird. Neu geordnet werden auch die Stellplätze. Durch die geplanten Bäume und andere Maßnahmen sollen die Zufahrten zu den Häusern besser kenntlich gemacht werden, bisher waren diese häufig zugeparkt. Um dies alles besser umsetzen zu können, wird die Fahrbahn leicht verschwenkt, wodurch sie etwas weiter von dem alten, denkmalgeschützten »Schwemmbräu«-Gebäude wegrückt. he