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Am Fuschbach wird künftig Ökostrom erzeugt

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Vachendorf – Das kleine Wasserkraftwerk Sederermühle am Fuschbach soll instandgesetzt und wieder in Betrieb genommen werden. Der Vachendorfer Gemeinderat hatte in seiner jüngsten Sitzung keine Einwände gegen die Wiederinbetriebnahme. Im Gegenteil: Bürgermeister Rainer Schroll und die Gemeinderäte bezeichneten es als positiv, wenn hier wieder Strom aus Wasserkraft erzeugt wird.


Der Bürgermeister berichtete, dass die Sederermühle 1859 erstmals erwähnt worden sei. 1930 habe man sie jedoch stillgelegt. Es gebe aber noch ein altes Wasserrecht. Die Eigentümer planen nun den Einbau einer Staudruckanlage mit einer Leistung von drei Kilowattstunden. Den geplanten Einbau einer Fischtreppe bezeichnete der Bürgermeister als eine ökologische Verbesserung.

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Weiter befasste sich das Gremium mit den von Wasserwirtschaftsamt und der Unteren Bauaufsichtsbehörde eingegangenen Stellungnahmen zur Erweiterung des Bebauungsplans »Hasperting«. Nachdem das Nebengebäude auf dem betroffenen Grundstück als Bestands-gebäude aufgenommen wurde, beschlossen die Gemeinderäte einstimmig die erneute öffentliche Auslegung.

Zur Kenntnis nahm der Gemeinderat die Änderung des Flächennutzungsplans »Siegsdorf« mit der Darstellung eines Gewerbegebiets in Stocka. Schroll erklärte, dass dies die Gemeinde Vachendorf berühre, weil das neue Gewerbegebiet an der Gemeindegrenze liege. Der Kiesgrubenbetreiber wolle dort ein Gebäude errichten, um seine Fahrzeuge unterstellen zu können. Einen vermehrten Verkehr befürchte man dadurch nicht.

Neu erlassen wurde ohne Gegenstimme die »Satzung über Aufwands- und Kostenersatz für Einsätze und anderer Leistungen gemeindlicher Feuerwehren« (Feuerwehrgebührensatzung). Der Bürgermeister sagte dazu, es sei erstmals gelungen, die Sätze mit allen Feuerwehren der Verwaltungsgemeinschaft abzusprechen. Dies vermeide oftmals Ärger mit den Versicherungen, wenn alle Feuerwehren mit gleichen Sätzen abrechnen. Da die letzte Satzungsänderung 2008 gewesen sei, habe man sie an die heutigen Betriebskosten angepasst.

Der Gemeinderat beschloss die Weiterführung der Nachmittagsgruppe (Spielegruppe). Wenn die Mindestzahl erreicht werde, könne die Gemeinde die Gruppe wieder anbieten, meinte Schroll. Nachdem wegen der Zahl der Kinder wieder mit einem normalen Betrieb zu rechnen ist und die Unterdeckung dadurch höher wird, beschlossen die Gemeinderäte, von den im vergangenen Jahr verminderten Gebühren wieder abzugehen und zur alten Regelung zurückzukehren.

Keine Einwände gab es gegen den Zuschuss zur Finanzierung der Dorfhelferinnen. Geschäftsleiter Andreas Schultes erklärte, dass pro Einwohner zehn Cent bezahlt würden. Das mache für die Gemeinde Vachendorf 185 Euro aus.

Der Bürgermeister gab bekannt, dass die seit fast 50 Jahren bestehende Volksschule Vachendorf durch Rechtsverordnung nun offiziell Grundschule Vachendorf heißt. Der Begriff Volksschule sei durch die Verordnung getilgt worden. Bjr