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Alzgruppe produzierte so viel Strom wie nie

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Seeon-Seenbuck. In der Generalversammlung der Elektrizitätsgenossenschaft Alzgruppe haben Vorstandsvorsitzender Otto Eibl und Aufsichtsrat Josef Wastlschmid auf ein erfolgreiches Jahr zurückgeblickt. Sie wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. In seinem Jahresabschlussbericht erwähnte Steuerberater Hans Fenzl, dass die beiden Wasserkraftanlagen in Truchtlaching im vergangenen Jahr 6,38 Millionen Kilowattstunden Strom produziert haben. Im Vorjahr seien es 5,32 Millionen gewesen.


Die 2,3-Megawatt-Windkraftanlage in Rossau bei Chemnitz sei erstmals zwölf Monate am Stück in Betrieb gewesen. Dies erkläre den Anstieg von rund 1,55 Millionen kWh erzeugtem Strom im Rumpfgeschäftsjahr 2011 auf rund 5,58 Millionen kWh im vergangenen Jahr. Die insgesamt 11,95 Millionen kWh Stromerzeugung bezeichnete Fenzl als eine gigantische Menge, die sich auch in der Gewinn- und Verlustrechnung niederschlage.

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Die Erlöse aus der Stromerzeugung betrugen bei der Wasserkraft auf 629 000 Euro und bei der Windkraft fast 548 000 Euro. Insgesamt sind die Stromerlöse da um mehr als 1,17 Millionen Euro gestiegen.

Die Bilanzsumme ist geringfügig von rund 6,77 auf rund 6,76 Millionen Euro zurückgegangen. Der bei der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2012 ermittelte Jahresabschluss 2012 von rund 363 000 Euro wurde von den Mitgliedern einstimmig angenommen. Der Gewinn in Höhe von 362 994 Euro soll wie folgt verwendet werden: Ergebnisrücklagen 316 993 Euro und Dividende (50 Prozent je Anteil 80 Euro) 46 000 Euro. Die EGA hat 572 Mitglieder.

Aufsichtsratsvorsitzender Peter Ober freute sich über die noch einmal deutlich verbesserten Geschäftszahlen. Wie der Genossenschaftsverband Bayern im Oktober schriftlich bestätigt habe, sei die Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft geordnet, die Zahlungsfähigkeit stets gegeben und die Ertragslage zufriedenstellend gewesen.

Wie Vorstandsvorsitzender Eibl mitteilte, erfülle der Rechen im neuen Kraftwerk die höchsten Anforderungen. Nun müsse noch jener im alten Kraftwerk erneuert werden, um die angestrebte ökologische Verbesserung zu erreichen. Dann gebe es drei Cent mehr pro Kilowattstunde Strom. Das Förderband, das das Rechengut hinausbefördert, soll von einer Spülrinne ersetzt werden. Diese 700 000 bis 750 000 Euro teure Investition werde sich schon nach viereinhalb Jahren rechnen, sagte Eibl.

»Wohl dem, der Genosse bei der Alzgruppe sein kann«, sagte Bürgermeister Konrad Glück und würdigte den großen Beitrag, den die Elektrizitätsgenossenschaft seit vielen Jahren für die Bürger und die ganze Gemeinde leiste. »Die Gewerbesteuereinnahmen werden wieder sinnvoll für die Bürgerschaft eingesetzt«, versprach das Gemeindeoberhaupt und wünschte der Genossenschaft ein ähnlich gutes Geschäftsjahr 2013. Die Wasserkraft bezeichnete Glück als »bei uns grundlastfähig«, leider würden sich die Gegner oftmals viel lauter zu Wort melden als die vielen Befürworter, bedauerte es Glück. mmü