weather-image
14°

Altlasten auf ehemaliger Traunreuter Mülldeponie

1.0
1.0
Bildtext einblenden
Heute ist es eine Ausgleichsfläche mit Hecken und Streuobstwiesen, bis in die 1970er Jahre befand sich in diesem Bereich bei Weisbrunn eine große Deponie für Hausmüll. (Foto: Mix)

Traunreut – Auf dem Gebiet der früheren Mülldeponie zwischen Weisbrunn und Anning könnten Schadstoffe lagern. Eine erste Erkundung im Jahr 2014 kam zu dem Ergebnis, dass eine Sanierung wohl erforderlich ist. Die Stadt Traunreut muss nun eine orientierende Untersuchung vornehmen lassen, um genauere Informationen darüber zu erhalten.


Die Altlasten aus der Munazeit im Bereich der großen Traunreuter Industriebetriebe wurden beseitigt, nun geht es im Außenbereich weiter. Der Landkreis Traunstein untersucht immer wieder Orte, an denen früher Hausmülldeponien waren. Er hat dazu eine Prioritätenliste erstellt. Am Weisbrunner Feld, wo sich heute eine Ausgleichsfläche der Stadt Traunreut über der früheren Deponie befindet, ließ der Landkreis im Vorjahr eine Erkundung durchführen und sowohl Proben vom Grundwasser als auch vom Erdreich entnehmen. Das daraus resultierende Gutachten empfiehlt eine weitergehende, orientierende Untersuchung. Die Stadt Traunreut als einer der früheren Betreiber der Deponie ist nun aufgefordert, diese Untersuchung vornehmen zu lassen. Ab 1958 bis zum Ende der 1970er Jahre wurde in diesem Bereich Hausmüll der Stadt Traunreut, der Gemeinden Stein und Altenmarkt sowie Abfälle von den Firmen Siemens und Heidenhain gelagert. Nach damaligem Kenntnisstand war das Einfahren des Mülls völlig in Ordnung und ganz legal. Nach dem heute geltenden Altlastengesetz müssen jedoch diese Flächen untersucht werden, ob eventuell Schadstoffe vorhanden sind, die das Grundwasser gefährden könnten. Die Stadt Traunreut ist zwar bei der kommenden Untersuchung und Sanierung Auftraggeber, hat aber einen Ausgleichsanspruch an die übrigen damaligen Betreiber und kann eine finanzielle Beteiligung von ihnen einfordern. Die Gemeinde Altenmarkt hat im Haushalt 2015 einen Betrag dafür eingestellt. Die Kommunen in Bayern zahlen laut Werner Arndt von der Stadtverwaltung Traunreut für solche Fälle in einen Fonds bei der Gesellschaft für Altlastensanierung Bayern, ein und können dort einen entsprechenden Zuschuss beantragen. Nun ist der nächste Schritt die orientierende Untersuchung und dann gegebenenfalls eine Sanierung. An bestimmten Punkten des Bereiches »mit hohem Gefahrstoffpotential« könnte es notwendig werden, Erdreich abzutragen und in Spezialdeponien zu bringen. Das Weisbrunner Feld war nicht die einzige Mülldeponie. »Wir haben circa 30 solcher Flächen im gesamten Stadtgebiet, die nach und nach untersucht werden müssen«, erläutert Werner Arndt. mix

Anzeige