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Altes Nußdorfer TSF auf dem Weg nach Serbien

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Ein ausgemustertes Feuerwehrfahrzeug verlässt den Fuhrpark der Freiwilligen Feuerwehr Nußdorf in Richtung Serbien. Nutznießer sind die Freiwilligen Feuerwehren in der Region Odazci, der Heimatgemeinde von Hans Lauber, der sich dort seit vielen Jahren engagiert. Bei der Verabschiedung des Fahrzeugs im Innenhof von Schloss Pertenstein bekam der Kreiskommandant aus Odazci, Goran Djordjevic (links), letzte Instruktionen vom Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Nußdorf, Martin Hofbauer. (Foto: Rasch)

Traunreut – Durch den ehrenamtlichen Einsatz von Hans Lauber aus Pertenstein konnte über den früheren Kreisbrandrat Hans Gnadl ein zehntes Feuerwehrfahrzeug nach Serbien vermittelt werden. Das ausgemusterte Tragspritzenfahrzeug (TSF) der Freiwilligen Feuerwehr Nußdorf wird noch in dieser Woche in die Region Odazci, der Heimatgemeinde von Lauber, gebracht. Dort wird das 34 Jahre alte TSF in der Provinz Vojvodina noch für mindestens fünf Jahre gute Dienste leisten.


Wie Gnadl dem Traunsteiner Tagblatt sagte, hätten die Einsatzfahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehren in der serbischen Provinz bis zu 60 Jahre auf dem Buckel. Man könne fast sagen, dass dort die Ausstattung für den freiwilligen Feuerwehrdienst nach dem Krieg stehengeblieben sei.

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Insofern seien die bei uns ausgemusterten Fahrzeuge, die mindestens noch fünf Jahre laufen, dort sehr beliebt. Dem Kreiskommandanten aus Odazci, Goran Djordjevic, der mit einer Delegation aus dem Nachbarort Gombos/Bogojevo an der Donau in den Chiemgau gereist war, um das Fahrzeug bei einem Festakt in Nußdorf in Empfang zu nehmen, konnte man damit erneut eine große Freude machen. Denn sein Aufgabengebiet mit über 400 Einsätzen im Jahr fordert ihn mehr, als ihm lieb ist.

Durch die Initiative von Hans Lauber waren bislang schon neun Feuerwehrfahrzeuge in die serbische Provinz vermittelt worden. Lauber, der aus Odazci stammt, hat seine Heimat nie vergessen und engagiert sich dort seit Jahrzehnten in vielen sozialen Bereichen. Er hat dort nicht nur Feuerwehrfahrzeuge hinbringen lassen, sondern mit Hilfe seiner Familie und Freunden unter anderem den Bau eines Bürgerhauses initiiert und Kirchen renoviert. Mit dem ebenfalls aus Serbien stammenden, früheren Erzbischof Robert Zollitsch, hat er auch eine Stiftung gegründet, mit dem Ziel, den Menschen vor Ort zu helfen.

Bei der Verabschiedung des zehnten Feuerwehrfahrzeugs im Innenhof des Schlosses Pertenstein waren auch Vertreter der Ortsfeuerwehren anwesend, aus deren ausgemusterten Fuhrparks bereits Fahrzeuge nach Serbien gebracht wurden. Dabei handelte es sich um Mannschaftswagen und Löschfahrzeuge der Feuerwehren Nußdorf, Grabenstätt, Rabenden/Altenmarkt, Bergen/Holzhausen, Erlstätt und Palling.

Ein stillgelegter Übungswagen des Landkreises und ein Löschfahrzeug aus Marchtrenk (Österreich) konnten ebenfalls vermittelt werden. Über Alois Glück und einer Gräfin von Thurn und Taxis sei auch ein Ankauf eines Rotkreuz-Rettungswagens mit Operationstisch aus dem Bayerischen Wald vermittelt worden.

Für die Delegation, die auch von Bürgermeister Klaus Ritter empfangen wurde, bot sich auch die Gelegenheit, sich von der Ausstattung der Freiwilligen Feuerwehr Traunreut ein Bild zu machen. »Die Gäste waren aus dem Traunreuter Feuerwehrhaus kaum mehr wegzubringen«, sagte Hans Lauber. ga

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