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Altes Feuerwehrhaus wird Zwischenlager

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Sobald die Feuerwehr in das neue Gebäude umgezogen ist, sollen im alten Gebäude (unser Bild) die Gegenstände für das künftige Stadtmuseum eingelagert werden. (Foto: Rasch)

Traunreut – Sobald der Umzug der Freiwilligen Feuerwehr Traunwalchen in das neue Feuerwehrhaus erfolgt ist, sollen in dem alten Gerätehaus die Gegenstände für ein künftiges Stadtmuseum eingelagert werden. Das hat der Hauptausschuss in seiner jüngsten Sitzung gegen die Stimme von Martin Czepan (Grüne) beschlossen. Er vertrat die Meinung, eine andere Unterkunft zu suchen, um notfalls sofort reagieren zu können. Zudem sei mit dem Umzug in das neue Gerätehaus in Oderberg, mit dessen Bau noch gar nicht begonnen wurde, nicht vor April oder Mai 2018 zu rechnen.


Derzeit wird der gesammelte und bereits katalogisierte Museums-Fundus in der Werner-von-Siemens-Mittelschule eingelagert. Die Schule benötigt die Räume aber dringend selbst und bat die Stadt darum, für die gelagerten Gegenstände eine andere Lösung zu finden. In einem Antragsschreiben an die Stadtverwaltung weist die Schulleitung darauf hin, dass die Schule auch unter der Berücksichtigung von schulpflichtigen Kindern aus den Flüchtlingsfamilien an die Grenzen ihrer Aufnahmefähigkeit stoßen werde und jeden einzelnen Raum dringender denn je brauche.

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Als die Mittelschule im Schuljahr 2013/2014 erstmals die Räumlichkeiten der ehemaligen Grundschule Süd nutzen konnte, sei die Schulfamilie sehr zufrieden gewesen, weil die zusätzlichen Räume endlich die beengten Verhältnisse im ursprünglichen Mittelschulgebäude beheben konnten, schreibt die Schulleitung. Die Zahl der Klassen ist mittlerweile auf 24 angestiegen. Neben der offenen Ganztagsschule, die für zwei Gruppen wenigsten drei Klassenzimmer benötigt, wird auch ein zweiter Gruppenraum für die zusätzlichen Deutschkurse benötigt. Nach dem die Flüchtlingsgemeinschaftsunterkunft auf dem ehemaligen Festplatz momentan mit 100 Personen belegt ist und dort weitere 100 Personen aufgenommen werden können, sowie weitere 50 Personen in einer privaten Unterkunft, geht die Schulleitung davon aus, dass dann bei 250 Personen viele Familien dabei sein werden und anteilsmäßig ebenso viele schulpflichtige Kinder. »Bei geschätzten 50 Kindern, die dann zusätzlich an der Schule gemeldet werden, bringt uns das an die Grenze der Aufnahmefähigkeit«, heißt es in dem Schreiben.

Auch die Stadtverwaltung sieht die Notwendigkeit, die jetzt für die Einlagerung von künftigen Museumsgegenständen verwendeten Räume wieder der Schulnutzung zuzuführen. Nach Angaben der Verwaltung seien verschiedene Alternativen geprüft und die Möglichkeiten abgewogen worden. Der Vorschlag des Ortsheimatpflegers und Stadtrats Johannes Danner (Bürgerliste), die Gegenstände wenigstens übergangsmäßig in das Traunwalchner Feuerwehrhaus einzulagern, sei aus Sicht der Verwaltung die einzige Möglichkeit, um eine Anmietung von Räumen zu vermeiden. Die Mittelschule müsse sich allerdings bis zum Umzug im Frühjahr 2018 gedulden. Sollte bis dahin eine Notsituation eintreten, müsse die Stadt ohnehin in irgendeiner Weise schnell reagieren, entgegnete Bürgermeister Klaus Ritter den Bedenken von Czepan.

Dieser hatte vorgeschlagen, Container aufzustellen oder nach freien Gewerbeflächen zu suchen. Nach Aussagen von Kämmerer Erich Suttner, sei das Feuerwehrhaus in Traunwalchen aufgrund des ebenerdigen Zuganges ideal, um auch größere Gegenstände ohne viel Mühe zu transportieren. Als Lagerstätte soll sowohl die Garage als auch der Aufenthalts- und Schulungsbereich genutzt werden. Reinhold Schroll (CSU) erklärte sich zwar mit einer Übergangslösung einverstanden. Er wies aber auch darauf hin, dass offenbar schon einige Traunwalchner Vereine ein Auge auf das Feuerwehrhaus geworfen hätten. ga