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Alter Pilgerweg wiederbelebt

Der erste Zwischenstopp auf dem langen Weg nach Strobl bei St. Wolfgang erfolgte in der kleinen Kirche in Gaden. (Foto: Albrecht)

Waging am See. Es ist ein alter Pilgerweg, der sicher auch schon vom Heiligen Rupert begangen worden ist, während er und seine Mitstreiter das Gebiet christianisiert haben. In mehreren Variationen führt der Weg von Altötting nach Bischofshofen, zum dortigen »Rupertuskreuz«, dem ältesten sakralen Kunstwerk Österreichs. Zum Namenstag des Patrons des Rupertiwinkels gingen jetzt, zur Einweihung eines neuen Teil- und Verbindungsstückes des Pilgerweges, mehrere Wallfahrer auf diesem Stück von Waging nach Seekirchen und weiter nach St. Gilgen und St. Wolfgang.


Erste Pilgergruppe machte sich bereits auf den Weg

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Dabei waren auch die Initiatoren des Pilgerweges, Dr. Petra Kurten und Hermann Hinterhölzl, sowie die bayerische Pilgerbegleiterin Elisabeth Gröbner aus Petting und der salzburgische Begleiter Anton Wintersteller aus Euskirchen. Die Pilger trafen sich bei der Pfarrkirche in Waging, wo ihnen Zweiter Bürgermeister Hans Kern einen Pilgerstempel mit dem speziellen Logo des Pilgerweges in ihr Logbuch drückte und ihnen gute Wünsche mit auf den Weg gab. Als erste kleine Etappe ging es dann auf Nebenstraßen zum Kirchlein in Gaden, die St. Rupert geweiht ist und an deren Platz der Heilige auf seinen eigenen Wegen angeblich eine Heilige Messe gehalten hat.

Ziel der ersten Tagesetappe war Laufen, wo die Pilger in einer der offiziellen Pilgerherbergen entlang des Rupertiweges nächtigten. Die zweite Tagesetappe führt dann über den Haunsberg nach Seekirchen. Hier soll der Heilige Rupert auf seinem Weg nach Salzburg eine erste Kapelle gebaut und dem Apostel Petrus geweiht haben.

Gestern war offizielle Einweihung

Am gestrigen Namenstag des Heiligen fand schließlich in Seekirchen die offizielle Einweihung dieses Teilstückes des Pilgerweges statt. Von dort ging die Pilgerreise am gleichen Tag noch weiter nach Hof, mit Stationen in Eugendorf und Plainfeld. Am heutigen Mittwoch steht der Tagesmarsch nach St. Gilgen an. Die letzte Etappe der Pilgerwanderung führt am morgigen Donnerstag von St. Gilgen über St. Wolfgang nach Strobl.

Wie die Organisatoren betonen, sind die Routen des St.-Rupert-Pilgerweges nicht nur in spiritueller Hinsicht lohnend, sondern auch in historischer und landschaftlicher. Natürlich hoffen die Initiatoren dieses Weges für die Zukunft auf viele, die es ihnen gleichtun und Teile des Pilgerweges, oder auch den Ganzen in all seinen Facetten erwandern und erleben wollen. al