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Altenheim-Bewohner zeigen ihre Bilder

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Künstlerin Gertrud E. Jagersberger (hinten rechts) freute sich mit Bewohnern des Kreisaltenheims Grabenstätt über die gerade eröffnete Ausstellung in der Schlosshalle. Alle anwesenden Künstler erhielten eine Rose. (Foto: Müller)

Grabenstätt. »Stillleben nach der Natur in Acryl«, unter diesem Motto steht die Gemäldeausstellung, die Dritter Bürgermeister Franz Wiesholler am Wochenende gemeinsam mit der renommierten Künstlerin Gertrud E. Jagersberger in der Schlosshalle des Grabenstätter Rathauses eröffnet hat. Zu sehen sind Bilder der Grabenstätter Kreisaltenheim-Bewohner Margot Busscamp, Maria Haaser, Brigitta Horn, Gertraud Jell, Manfred Käuffer, Ruth Mautschke, Christa Meentzen, Waltraud Siegmund, Hedwig Stellmach, Anneliese Walter und Maria Weissacher.


Unter der fachkundigen Anleitung von Jagersberger hatten die Senioren in den vergangenen drei Jahren Rosen, Sonnenblumen, Tulpen, Ostereier und ähnliche Motive gemalt und dabei im hohen Alter ungeahnte Talente entwickelt. »Der Bezug zur jeweiligen Jahreszeit ist mir beim Malen mit den etwa acht bis zehn Heimbewohnern immer ganz wichtig«, erklärte Jagersberger. Deswegen würden ihre 70- bis 90-jährigen Schüler in der zweimonatlich stattfindenden Malstunde auch keine Bilder, sondern Objekte aus der Natur abzeichnen. Es sei wunderbar, wie die Senioren »mit Freude bei der Sache sind, sich ausprobieren und ihren individuellen Malstil stetig verbessern«. Die verwendeten schnell trocknenden Acrylfarben würden sich besonders gut eignen, so Jagersberger, die selbst am liebsten mit Ölfarben malt und ihre Gemälde im kommenden Jahr erstmals in Grabenstätt ausstellen wird.

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Vor drei Jahren hatte die Künstlerin der Heimleitung von ihrer Idee erzählt und nicht gedacht, dass sich das Ganze so erfolgreich entwickeln würde, betonte Jagersberger. Sie hofft darauf, dass »wir das noch sehr lange so fortsetzen können«.

Der Vernissage wohnten neben der Leiterin des Kreisaltenheims, Ute Freinecker und der eifrig mitmalenden Altentherapeutin Centa Oettl auch viele Heimbewohner bei, die von Mitgliedern des Helferkreises der Katholischen Frauengemeinschaft teilweise in Rollstühlen zum Rathaus geschoben worden waren. Für die musikalische Untermalung sorgte Ziachspieler Alois Mayer.

Die Ausstellung hat noch bis kommenden Donnerstag von 9 bis 12 und 14 bis 16 Uhr geöffnet. mmü

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