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Alte Baurechte und hohe Zäune

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Grassau. Den Wortmeldungen und Anträgen, geäußert in den Bürgerversammlungen Grassau und Rottau, widmete sich der Marktgemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Einige Anträge wurden sogar per Beschluss behandelt.


Die Anfrage von Wolfgang Obermeier hinsichtlich des massiven Abwasserrückstaus während des Juni-Hochwassers 2013, konnte bereits in der Bürgerversammlung vom Wasserwerksleiter Sebastian Stephan beantwortet werden. Dementsprechend wurde durch die Sanierung der Abwasserleitung vom Siedlungsgebiet Nord zum Sammler eine Verbesserung der Situation geschaffen. Sollte sich das Problem wiederholen, müsste über weitere Maßnahmen wie eine Bypasslösung oder ein Rückhaltebecken nachgedacht werden.

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In den Streit zwischen dem ASV (Allgemeinen Sportverein) und dem Vorsitzenden des Judo-Clubs Achental möchte sich die Gemeinde nicht einmischen, sagte Bürgermeister Jantke. Dennoch werde geprüft, ob für den neu gegründeten Verein Nutzungszeiten in der Turnhalle möglich sind. Zur beantragten Jugendsportförderung erklärte Jantke, dass hier ein Antrag an den Jugendsportförderverein zu stellen ist und nicht an die Gemeinde.

Mit den Fragen von Andreas Hafner hinsichtlich älterer Bebauungspläne und dementsprechend über sieben Jahre alte Baurechte, werde sich der Bauausschuss beschäftigen, entschied der Rat. Geprüft werden müsse dann auch, ob Entschädigungen anfallen, wenn alte Baurechte verändert werden. Zur Kritik von Alfons Baumgartner bezüglich der alten Eiche im neuen Baugebiet zwischen Aichstraße und Hochgernstraße erklärte Jantke, dass der Baum eingetragen und damit geschützt sei. Die Wurzelfläche dürfe nicht versiegelt werden. Georg Beyschlag interessierte, wann der neue Versammlungsraum in Mietenkam genutzt werden könne. Jantke informierte, dass am 23. Mai eine Bürgerbeteiligung stattfinden werde und dann die Art und der Umfang der Einrichtung des Raums diskutiert werden.

In der Bürgerversammlung in Rottau beantragte Andreas Hilger die seit Jahrzehnten unveränderte Stundenzuteilung für Grabenräumungen zu überdenken. Wie Jantke informierte, werde derzeit im Rathaus geprüft, ob hier ein Wasser- und Bodenverband gegründet werden kann.

Matthias Hofmann möchte, dass massive Zäune über zwei Meter Höhe zwischen Privatgrundstücken verboten werden. Der Rathauschef informierte, dass die Gestaltungssatzung der Gemeinde nur die Einfriedung an öffentlichen Wegen regelt und nicht zwischen Privatgrundstücken. Nach dem Baugesetzbuch dürften aber, so Jantke, Einfriedungen zwischen Privatgrundstücken eigentlich nicht höher als zwei Meter sein. Einstimmig entschied der Rat, auch diese Frage an den Bauausschuss weiterzuleiten. tb