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»Als wär's deiner Mutter Grab«

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Waging am See. Über »herbstliche Grabbepflanzung und das richtige Einwintern von Kübelpflanzen« sprach Gärtnermeister Sepp Häusler aus Traunstein bei der Herbstversammlung des Obst- und Gartenbauvereins Otting im Gasthof Oberwirt.


Bei der Pflanzung einer Blumenschale sei es wichtig, so Häusler, dass genügend Erde drin ist und die Wurzeln bei Erikapflanzen ausreichend nass sind. Jede Pflanze habe ein »Gesicht«. Stellt man die »schöne Seite« leicht schräg nach außen, wirkt die Schale größer und macht auch gleich mehr her. Weiter zeigte er verschiedene Möglichkeiten, wie man mit Erika, Gräsern, Purpurglöckchen, Chrysanthemen und Calluna ein Grab ein bisschen anders bepflanzen kann. »Mein früherer Lehrchef sagte immer: 'Ein Grab muss so schön sein, als wär's deiner Mutter Grab.'«, so Häusler.

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Das Einwintern der Kübelpflanzen habe noch Zeit: »Lassen sie die Pflanzen so lange wie möglich draußen«, riet er. Eine Abdeckung mit Vlies oder einem Leinentuch schütze die Pflanzen vor dem ersten Frost. Lantanen oder Wandelröschen und auch Bouganvillen dürften nicht zu kalt – bei mindestens acht Grad – überwintert werden, ansonsten blühen sie zu spät. Myrten müssen möglichst hell überwintert werden.

Fuchsien gelten dagegen als relativ »pflegeleicht«. Alte Blätter werden alle abgezupft, dann erfolgt ein kräftiger Rückschnitt. Im Frühjahr treiben die Pflanzen wieder kräftig aus. Der Frühling beginnt bereits jetzt im Herbst mit dem Pflanzen von Tulpen und Narzissen. Um die Pflanzen vor der Wühlmaus zu schützen, empfahl der Referent Thujenschnitt einzugraben. Auch »Bratheringsoße« sei wegen des Gestanks ein probates Mittel, um die Nager zu vertreiben. Doreen Maierhofer ließ anhand einer Bilderschau noch einmal die vielfältigen Aktivitäten der Kindergruppe »Die wilden Blumen von Otting« Revue passieren. Vorstand Georg Unterhauser zeigte anschließend Bilder von der Gartenausstellung in der Lodronhalle Lampoding. »Aus dem Land der Indianer« hieß das Thema beim Ottinger Ausstellungsstand. Insgesamt wurden 52 Tomatensorten präsentiert. Unterhauser lobte alle, die zum guten Gelingen dieses interessanten Ausstellungsbeitrages beigetragen haben. Zum Abschluss präsentierte Georg Unterhauser noch einige faszinierende Luftaufnahmen von Otting. Nächstes Jahr gibt es dann einen großen Vortrag zum Thema: »Otting aus der Luft – ins Land einischaugn«.